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Acht Praxistipps für erfolgreiches Community-Management

Wenn es um den Aufbau einer erfolgreichen Marken-Community geht, quälen nicht Technik- oder Finanzierungsprobleme die Marketing-Manager, sondern die Frage, wie man engagierte Mitglieder findet. Hier sind acht Praxistipps einer Agentur, die es wissen muss.

Marken-Communities verstärken die Mund-zu-Mund-Propaganda, helfen Unternehmen zu verstehen, was die Kunden wünschen und stärken die Kundenbindung. Soweit die Theorie. Doch wie setzt man in der Praxis eine funktionierende Marken-Community um? Die amerikanische Social-Marketing-Agentur Beeline Labs hat in ihrer aktuellen Studie "The 2008 Tribalization of Business" acht Grundregeln herauskristallisiert:

1. Starten Sie mit einem klaren Ziel

Legen Sie sich eine Business-Strategie zurecht und definieren Sie sorgfältig das Ziel, das Sie durch die Community erreichen wollen. Investieren Sie am meisten in die Bereiche, die diese Ziele am stärksten unterstützen.

2. Fokussieren Sie sich auf den Mehrwert für Ihre Nutzer

Stellen Sie sicher, dass Sie echten und einzigartigen Mehrwert für die Kernzielgruppe liefern, die Sie zu erreichen hoffen. Bauen Sie die Community für bestehende Passion Groups. Adressieren Sie am Anfang vor allem Mitglieder, die andere Leute so interessieren, dass Sie Teil der Gruppe werden wollen. Erforschen Sie, was Mitglieder motiviert, sich der Comunity anzuschließen. Oft sind das ganz andere Gründe als die, die Marketing-Verantwortlichen zuerst in den Sinn kommen.

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3. Beginnen Sie nicht mit der Technik

Marketing-Verantwortliche lassen sich oft zu stark von Web-2.0-Tools beeindrucken und versuchen dann, ihre Ziele in die vorgegebene Technik zu zwängen. Andersrum wird ein Schuh draus.

4. Gestalten Sie die Bedienung leicht und intuitiv

Konzentrieren Sie sich zu Beginn auf den kleinsten gemeinsamen Nennern. Machen Sie es Mitgliedern leicht, durch die Community zu navigieren und bieten sie einfache Tools an. Die Leute sind immer im Stress, sie brauchen kurze Informationen, leicht zu überfliegende Informationsfetzen, bei denen sie schnell entscheiden können, ob sie sie interessieren, und schnellen Zugang zu für sie relevanten Informationen.

5. Halten Sie die Community frisch und lebendig

Bieten Sie kontinuierlich neue Inhalte und versuchen Sie, die Aktivitäten in ihrer Community am Leben zu erhalten. Denken Sie darüber nach, wie Sie Events schaffen können, was man tun kann, um Leute zu begeistern und dazu zu bringen, aktiv am Community-Leben teilzunehmen. Suchen Sie stets nach neuen Diskussionsthemen. Content is king - auch in einer Community.

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6. Definieren Sie einen Community-Leiter

Stellen Sie sicher, dass Sie genug Zeit haben, um die Community zu managen. Sie dahindümpeln zu lassen ist schlimmer als gar keine zu haben. Aber denken Sie bei allen Bemühungen daran: Die Community gehört den Mitgliedern, nicht Ihnen. Zu viel Kontrolle ist fehl am Platze.

7. Suchen Sie die Unterstützung durch das Top-Management

In einer Community wollen die Mitglieder mit der Unternehmensspitze diskutieren. PR- und Rechtsabteilung dürfen beim Community-Design mitreden, im täglichen Dialog mit den Mitgliedern sollten sie sich jedoch zurückhalten.

8. Vor dem Launch brauchen sie einen engagierten Mitgliederkern

Unternehmen brauchen vor dem Launch eine kritische Masse an engagierten Mitgliedern. Machen Sie einen Beta-Test und versuchen Sie, so Mitglieder zu akquirieren.

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