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Social-Media-Nutzung der einzelnen Bundesländer

Social-Media-Nutzung in den einzelnen Bundesländern Wo die Netzwerk-Muffel wohnen

In welchen Bundesländern können sich besonders viele Internetnutzer für Social Media begeistern? Und in welchen leben die meisten Abstinenzler? Das hat jetzt eine Befragung herausgefunden.

Im Nordosten der Republik wohnen die größten Social Media-Muffel: In Mecklenburg-Vorpommern nutzt nur jeder zweite Onliner (52 Prozent) Facebook, Twitter oder andere Social-Web-Angebote. Spitzenreiter im Bundesländervergleich ist Rheinland-Pfalz: Hier haben 73 Prozent der Internetnutzer die Social Media-Welt für sich entdeckt. Das ist das Ergebnis der Studie "Social Media-Atlas 2011" von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna.

Insgesamt sind 64 Prozent der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile in Netzen wie Facebook, Xing, StudiVZ oder Twitter unterwegs. Die Großstädte Hamburg und Berlin landen im Bundesländer-Ranking nur im Mittelfeld.

Abgesehen von der geografischen Verteilung zeigen sich auch deutliche Nutzungsunterschiede zwischen den Altersgruppen. Aufgeschlüsselt nach Alter erweisen sich die 14- bis 29-Jährigen als die mit Abstand aktivsten Nutzer (86 Prozent). Bei den Geschlechtern bestehen ebenfalls Unterschiede: So sind Frauen deutlich Social Media-affiner als Männer.

Danach gefragt, wie viel Vertrauen die Deutschen Social-Media-Nachrichten schenken, schneiden ihre privaten Kontakte besonders gut ab. Die Mehrheit (67 Prozent) äußert großes Vertrauen in Informationen, die von den persönlichen Kontakten stammen. Bei knapp jedem Vierten (24 Prozent) hat eine Empfehlung aus dem privaten Netzwerk sogar schon mal zu dem Kauf eines Produkts geführt. Bei den 14- bis 29-Jährigen ist es sogar knapp jeder Dritte.

Genervt von Werbeanzeigen

Deutlich weniger vertrauen die Social Media-Nutzer den von kommerziellen Anbietern gestreuten Informationen. Nur 22 Prozent geben an, hohes Vertrauen in Meldungen von Unternehmen zu haben. Auf der anderen Seite hat Werbung auf Social-Media-Seiten bei gut einem Fünftel der User schon mal zum Kauf eines Produkts geführt. Ältere Nutzer lassen sich dabei seltener von den Werbebotschaften überzeugen als jüngere. Die Mehrheit der befragten Nutzer versucht allerdings nach eigener Auskunft, die Werbung in privaten oder beruflichen Netzwerken, Videoportalen, Blogs und Co zu ignorieren (52 Prozent). Vier von zehn Usern sind von den Anzeigen regelrecht genervt. Ein Grund für diese Abwehrhaltung: die Mehrheit fühlt sich von der Werbung nicht angesprochen.

Bei der Analyse der Nichtnutzer von Social-Media-Angeboten zeigt sich: Sieben Prozent der befragten Internetnutzer haben bisher zwar noch keine interaktiven Onlinedienste ausprobiert, wollen das aber in Zukunft tun. Weitere 29 Prozent erteilen Social Media eine grundsätzliche Absage. Sie besuchen derzeit keine der Plattformen und haben es auch nicht vor. Die Gründe: Sechs von zehn Social Media-Verweigerern interessieren sich generell nicht für das Thema. Darüber hinaus haben immerhin knapp 40 Prozent Angst um ihre Daten.

Die Studie "Social Media-Atlas 2011" wurde im Auftrag von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt. Dafür wurden 4.230 deutsche Internetnutzer onlinerepräsentativ befragt. Untersuchungszeitraum war der 16. bis 27. Oktober 2011.

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