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Ende der Kostenloskultur Nach Welt.de wird auch Bild.de kostenpflichtig

"Welt.de" soll bis Ende des Jahres kostenpflichtig werden, hat Axel-Springer-Vorstand Mathias Döpfner angekündigt. Was er nicht sagte: Schon sehr bald soll mit Bild.de auch das Flaggschiff des Verlags folgen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hat Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner angekündigt, noch in diesem Jahr für die Website der Tageszeitung "Welt" ein Abo-Modell nach Vorbild der "New YorkTimes" einzuführen. Nach diesem Modell werden Lesern zunächst einige Artikel kostenlos angeboten, bei einer häufigeren Nutzung muss aber ein Online-Abonnement abgeschlossen werden. "Wir wollen mit dem Online-Auftritt der 'Welt' bis zum Ende des Jahres startklar sein für die Umwandlung in ein Bezahlmodell", so Döpfner.

Döpfners Vorstandskollege Andreas Wiele hatte diese Pläne bereits im September während einer Abendveranstaltung am Rande der Dmexco öffentlich gemacht - und noch einiges mehr verraten: So soll nach Welt.de im kommenden Jahr auch Bild.de Bezahlinhalte einführen. Dafür würde der Großverlag auch einen "geringen Reichweitenverlust" in Kauf nehmen. Unterm Strich erwarte der Axel-Springer-Verlag aber durch die Bezahlschranke auch eine Aufwertung der Werbeplätze. "Wer sein Interesse durch den Kauf eines Artikels ausdrückt, ist an dem Thema insgesamt interessierter", sagte Wiele und ergänzte: "Anzeigen in Gratisblätter sind billig, Anzeigen in Kaufprodukten wertvoller - das ist eine seit langem gelernte Regel."

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