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VZ-Netzwerke überarbeiten ihre Angebote

VZ-Netzwerke überarbeiten ihre Angebote Testversion ist veröffentlicht

Die VZ-Netzwerke haben den Kampf gegen Facebooks Übermacht längst aufgegeben, wollen aber ihre verbleibenden Nutzer mit überarbeiteten Angeboten halten. Eine Testversion der drei Portale ist am Abend veröffentlicht worden. Teil der Neuorientierung: Aus meinVZ soll freundeVZ werden - und die Farbe Pink durch Petrol ersetzt.

Technologisch basieren die neuen Plattformen auf dem Google Web Toolkit (GWT), die Seiten sollen sich damit schneller aufbauen. Nachrichten erscheinen in Echtzeit. Zudem wird die Gruppenfunktion durch "Themen" ersetzt. Damit wird der Schwerpunkt zukünftig auf intensive Kommunikation und nicht auf öffentlichen Verlautbarungscharakter gelegt.

In die Überarbeitung der Seiten werden die Mitglieder einbezogen - eine klare Abgrenzung gegen Facebook, das seine User vor vollendete Tatsachen stellt. Die VZ-Nutzer können Anregungen, Kritik und Lob in eigens eingebaute Freitextfelder eingeben und haben auf allen Testseiten die Möglichkeit, Anwendungen mittels eines 5-Sterne-Systems zu bewerten. Dieses Feedback soll vom Kundendienst aufgenommen und umgesetzt werden. Aufgrund der bisherigen Rückmeldungen in diversen VZ-Gruppen wird beispielsweise die Farbe Pink durch Petrol ersetzt und "meinVZ" soll in "freundeVZ" umbenannt werden.

Zudem wollen die VZ-Netzwerke ihre Angebote stärker differenzieren und mit Anwendungen wie "Meine Klasse", "Meine Lehrveranstaltung" oder "Mein Nachtleben" auf die jeweiligen Zielgruppen zuschneiden. Die Neugestaltung soll ein Jahr gedauert haben und muss damit direkt nach dem vergangenen Relaunch im Juni 2010 begonnen haben.

"Bis zum Jahr 2010 hat ein rasantes Wachstum und das Erreichen der Profitabilität den Großteil unserer Kräfte gebunden", erklärt CEO Clemens Riedl. "Mit der in 2011 entwickelten Testversion ist es nun gelungen, eine flexible Basis zu schaffen, um mit unseren Nutzern ein konsequent auf ihre Bedürfnisse ausgerichtetes Angebot zu entwickeln." Die VZ-Netzwerke haben im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 60 Prozent gesteigert und waren damit im zweiten Halbjahr 2010 erstmals profitabel. Absolute Zahlen teilt die Holtzbrinck-Tochter nicht mit.

Ob das neue Design den rasanten Reichweitenverlust aufhalten kann, ist fraglich: Im August 2011 verzeichneten die VZ-Netzwerke knapp 130 Millionen Visits und lagen damit auf Platz acht des IVW-Rankings, ein Jahr zuvor waren es .

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