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News Corp strebt schnelle Lösung für Myspace an

News Corp strebt schnelle Lösung für Myspace an Strategische Partnerschaft statt Verkauf

Der Medienkonzern News Corp strebt für sein kränkelndes Netzwerk Myspace nun doch eher eine strategische Partnerschaft statt eines Verkaufs an. Bisher war offenbar kein Interessent bereit, den von Medienmogul Murdoch geforderten Kaufpreis von mindestens 100 Millionen US-Dollar zu bezahlen.

Ein entsprechender Vertrag soll möglicherweise noch bis zum Monatsende geschlossen werden, berichtet das ebenfalls zu News Corp gehörende Wall Street Journal und beruft sich in dem Bericht auf Brancheninsider. Dennoch sei ein Verkauf auch weiterhin möglich, heißt es dort. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zuvor sollten bis zu sechs Unternehmen Interesse an dem Musik-, Unterhaltungs- und Gamingportal bekundet haben, darunter das Investmentunternehmen Criterion Capital Partners sowie eine chinesische Internetfirma. News Corp hatte das Netzwerk im Jahr 2005 für die Kaufsumme von 580 Millionen US-Dollar übernommen.

Große Erfolge konnte der Medienkonzern mit Myspace allerdings nicht erzielen. Im letzten Quartal des Jahres 2010 sorgte das Portal für ein beachtliches Minus von 156 Millionen US-Dollar im Bereich Digital Media, darüber hinaus leidet das Angebot unter anhaltendem Mitgliederschwund. Bereits am Jahresanfang wurden zahlreiche der weltweiten Niederlassungen geschlossen, darunter auch die deutsche Tochter Fox Interactive Media Germany. Insgesamt verloren 500 Mitarbeiter weltweit ihre Jobs.

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