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News Corp verhandelt mit Investorengruppe über Myspace

News Corp verhandelt mit Investorengruppe über Myspace Steigt doch noch ein Investor ein?

Myspace gilt als unverkäuflich, denn keiner will das Netzwerk haben - zumindest nicht für die von Rupert Murdoch geforderten 100 Millionen US-Dollar. Der Mutterkonzern News Corp verhandelt derzeit mit einer Investorengruppe rund um den Activision-Chef Bobby Kotick.

Die Investoren wollen jedoch nicht Myspace komplett übernehmen, sondern sich nur daran beteiligen. Es werde damit gerechnet, dass News Corp künftig rund 20 Prozent an dem Musikportal Myspace halten werde, berichtet AllThingsDigital unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Bobby Kotick könnte sowohl selbst als auch mit seinem Unternehmen Activision bei Myspace einsteigen. Als wahrscheinlich gilt jedoch, dass News Corp damit nicht einmal annähernd an die 100 Millionen US-Dollar herankommt, die der Medienkonzern noch im April 2011 für das Netzwerk haben wollte.

Der Spielehersteller hat zwar bisher keinerlei Erfahrung mit sozialen Netzwerken, könnte sich damit aber den Weg in den Bereich Social Gaming ebnen. Noch im Dezember 2010 betonte das Unternehmen jedoch, kein Interesse an Social Gaming zu haben.

Bisher hatten schon mehrere Unternehmen Interesse an dem Musik-, Unterhaltungs- und Gamingportal bekundet haben, darunter das Investmentunternehmen Criterion Capital Partners sowie eine chinesische Internetfirma. News Corp hatte Myspace im Jahr 2005 für die Kaufsumme von 580 Millionen US-Dollar übernommen.

Große Erfolge konnte der Medienkonzern mit Myspace allerdings nicht erzielen. Im letzten Quartal des Jahres 2010 sorgte das Portal für ein beachtliches Minus von 156 Millionen US-Dollar im Bereich Digital Media, darüber hinaus leidet das Angebot unter anhaltendem Mitgliederschwund. Bereits am Jahresanfang wurden zahlreiche der weltweiten Niederlassungen geschlossen, darunter auch die deutsche Tochter Fox Interactive Media Germany. Insgesamt verloren 500 Mitarbeiter weltweit ihre Jobs.

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