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Musikstreaming-Dienste Spotify-Spätstart gibt Konkurrenz Vorsprung

Bereits seit einigen Tagen brodelte die Gerüchteküche, nun herrscht Gewissheit: 16 Millionen Titel des Musikstreamingdienstes Spotify sind auch für deutsche Nutzer verfügbar - die Konkurrenz in Deutschland hat allerdings bereits einen entscheidenden Vorsprung.

Seit heute ist das bereits in zwölf Ländern verfügbare Musikstreaming-Angebot Spotify auch in Deutschland verfügbar. 16 Millionen Titeln sind in dem Dienst frei verfügbar, sofern man alle 15 Minuten mit einer Werbeunterbrechung leben kann. Werbefrei wird der Dienst erst gegen einen Obolus von rund 5 Euro monatlich, für etwa 10 Euro monatlich lassen sich Musikstücke auch auf das mobile Abspielgeräte wie Smartphones übertragen. Nach eigenen Angaben kann der Dienst bislang auf mehr als drei Millionen zahlende Nutzer verweisen, die nun stark wachsen sollen. Immerhin sei Deutschland der drittgrößte Musikmarkt der Welt, sagte Firmengründer Daniel Ek. Für die Plattenfirmen sei Spotify bereits die zweitgrößte Einnahmequelle beim Geschäft mit digitaler Musik in Europa. Seit dem Start im Oktober 2008 habe Spotify der Musikindustrie rund 200 Millionen Euro an Lizenzgebühren überwiesen. Dies komme den Plattenfirmen ebenso zugute wie Komponisten und Künstlern

Bislang hatten offene Lizenzfragen den Start von Spotify in Deutschland verzögert. Erst im Dezember haben die Musikverwertungsgesellschaft Gema und der IT-Verband Bitkom eine Lizenzregelung  für Streaming-Angebote geschaffen. Die 2008 gegründete "Mutter der Streaming-Dienste" (heise.de) stößt daher in Deutschland auf eine ganze Anzahl von Konkurrenten, die sich bereits auf dem Markt positioniert haben: Das Computermagazin C't zählte in Ausgabe 6/2012 allein acht Wettbewerber auf: Deezer, Napster und Rhapsody (die inzwischen zusammengehören), Sonys Music Unlimited, Rara, Rdio, MyJuke, Simfy.

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