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Yandex startet an der US-Börse Foto: Yandex.ru

Yandex startet an der US-Börse Russische Suchmaschine greift 1,3 Milliarden US-Dollar ab

Der russische Internetkonzern Yandex legt den größten Börsengang seit Google im Jahr 2004 hin: Das Unternehmen, das die populärste Suchmaschine in Russland betreibt, hat dabei 1,3 Milliarden US-Dollar eingenommen. Dabei wurden die Aktien zu 25 US-Dollar abgegeben. Ursprünglich wurde ein Preis zwischen 20 und 24 US-Dollar erwartet.

Beim Börsengang brachten Yandex selbst und seine Teilhaber 52,2 Millionen Aktien an die US-Börse Nasdaq. Mit Einnahmen in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar ist Yandex fast genauso erfolgreich gewesen wie 2004 Google. Der Webkonzern erlöste damals bei seinem Börsengang 1,67 Milliarden US-Dollar.

Yandex befand sich vor dem Börsengang im Besitz der Investoren Baring Vostok, Roth Advisors und International Finance Corporation. Die Firmengründer Arkadi Wolosch und Ilja Segalovitsch halten zusammen fast 24 Prozent am Unternehmen. Zudem gäbe es eine "Goldene Aktie", die die russische Staatsbank Sberbank besitze, berichtet das Manager Magazin. Mit dieser Aktie solle verhindert werden, dass ein einzelner Investor mehr als 25 Prozent am Unternehmen übernimmt.

Das Internetunternehmen Yandex betreibt neben der acht größten Suchmaschine der Welt auch ein klassisches Portal mit Diensten wie Nachrichten, Fotos und Spielen betreibt. Ebenfalls zum Portfolio gehören ein Kartendienst und ein Musik-Streamingangebot. Auch ein Bezahldienst gehört zum russischen Unternehmen. Dieser machte zuletzt mit Datenschutzverletzungen auf sich aufmerksam. Medien berichteten, dass der Dienst Kundendaten an den russischen Geheimdienst FSB weitergegeben habe. Die Suchmaschine des Unternehmens ist die populärste in Russland. Sie hat einen Marktanteil von etwa 65 Prozent. Google erreicht dagegen in Russland nur 22 Prozent.

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