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Axel Springer profitiert im ersten Quartal 2013 vom Digitalbereich Rubrikenportale wachsen am stärksten

Das Axel-Springer-Haus in Berlin

Das Axel-Springer-Haus in Berlin

Axel Springer hat seinen Konzernumsatz im ersten Quartal 2013 um 1,8 Prozent auf 803,6 Millionen Euro gesteigert; rückläufige Umsätze bei den Printmedien führten zu einem Rückgang des Gewinns (EBITDA) um drei Prozent auf 132,4 Millionen Euro. Deutlich profitieren konnte der Medienkonzern hingegen vom Umsatzwachstum des digitalen Segments.

Axel Springer fokussiert sich zunehmend auf das Digital-Geschäft, was sich auch in den Umsatzzahlen für die ersten drei Monaten des laufenden Jahres positiv niederschlägt: Im ersten Quartal 2013 steigerte das Medienhaus seinen Konzernumsatz um 1,8 Prozent auf 803,6 Millionen Euro. Erwartungsgemäß rückläufig entwickelte sich dagegen das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA). Es verminderte sich um 3,0 Prozent auf 132,4 Millionen Euro. Grund dafür sind die marktbedingt rückläufigen Umsätze bei den Printmedien und die höheren Investitionen in die Digitalisierung.

Diese Investitionen haben sich ausgezahlt: Die sinkenden Einnahmen im Zeitungs-Segment konnten im ersten Quartal 2013 die digitalen Medien auffangen. Axel Springer profitiert hier von einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum des Internetgeschäfts, das mit einem Umsatzplus von 20,9 Prozent seine Stellung als größter Geschäftsbereich des Konzerns weiter ausbaut hat. Besonders stark wuchs das digitale Business in den internationalen Märkten. Der Gewinn (EBITDA) des Online-Geschäfts legte um 33,9 Prozent auf 62,8 Millionen Euro zu. Damit erwirtschaftete der Internet-Bereich rund 47 Prozent des Konzern-EBITDA und lieferte damit den höchsten Ergebnisbeitrag aller Segmente. Die positive Entwicklung ist sowohl auf die Konsolidierung im Zusammenhang mit Totaljobs, Onet.pl, Immoweb.be und meinestadt.de als auch auf organisches Wachstum zurückzuführen.

Die Entwicklung der einzelnen Digital-Bereiche im Überblick:

  • Journalistische Portale & andere digitale Medien - wie Bild.de, Die Welt Online, aufeminin.com und Onet.pl sowie andere digitale Geschäftsmodelle wie idealo, kaufDA und Smarthouse - erhöhten ihren Umsatz im ersten Quartal 2013 um 24,9 Prozent auf 103,7 Millionen Euro. Der Gewinn (EBITDA) legte um 24,3 Prozent auf 19,7 Millionen Euro zu.
  • Performance Marketing umfasst das Geschäft der Zanox-Gruppe. Der Bereich erzielte einen leichten Umsatzanstieg von 1,3 Prozent auf 115 Millionen Euro. Das Ergebnis (EBITDA) der Säule Performance Marketing lag mit 5,0 Millionen Euro allerdings 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
  • Axel Springer Digital Classifieds, zu der die Rubrikenportale SeLoger, Immonet, Immoweb.be, StepStone, Totaljobs und meinestadt.de gehören, steigerte den Umsatz um 50 Prozent auf 99,4 Millionen Euro. Mit 40,9 Millionen Euro (plus 42 Prozent) lieferten die Rubrikenportale den höchsten Beitrag zum EBITDA des Segments. Sie profitierten dabei sowohl von organischem Wachstum als auch von der Konsolidierung neuer Gesellschaften.

Vor dem Hintergrund der Anfang März 2013 angekündigten beschleunigten Digitalisierung des Konzerns bekräftigte der Vorstand seine Erwartungen für das Gesamtjahr: "Das starke Umsatz- und Ergebniswachstum der Digitalen Medien bestätigt uns in der Entscheidung, die digitale Transformation von Axel Springer beschleunigt voranzutreiben. Die digitalen Medien sind nicht nur unser umsatzstärkstes Segment, sondern sie liefern auch den höchsten Ergebnisbeitrag", kommentiert Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner. "Wir arbeiten in sämtlichen Konzernbereichen mit Hochdruck an der Weiterentwicklung zum führenden digitalen Medienunternehmen. Wie angekündigt wird unser Ergebnis in diesem Jahr durch höhere Investitionen in die Digitalisierung und durch Strukturanpassungen des Printgeschäfts belastet."

Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr 2013 unverändert mit einem Anstieg der Konzernerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Während für das Segment Digitale Medien sowohl organisches Wachstum als auch zusätzliche Akquisitionseffekte erwartet werden, werden die Erlöse im inländischen und internationalen Printgeschäft voraussichtlich marktbedingt unter dem Vorjahreswert liegen. Vor dem Hintergrund verstärkter Investitionen in die Digitalisierung und signifikanter Aufwendungen für Strukturanpassungen des Printgeschäfts erwartet Axel Springer für das Jahr 2013 einen Rückgang des Gewinns (EBITDA) im einstelligen Prozentbereich.

Im Geschäftsjahr 2012 konnte Axel Springer sein Ergebnis um 5,8 Prozent auf 628 Millionen Euro steigern, der Konzernumsatz legte um 3,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu. Treiber der Entwicklung war auch hier das Internetgeschäft.

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