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Gewinn von Axel Springer übersteigt halbe Milliarde Euro

Gewinn von Axel Springer übersteigt halbe Milliarde Euro Rekordergebnis durch Internetgeschäft

Axel Springer hat im Geschäftsjahr 2010 einen neuen Rekordgewinn erreicht: Mit einem deutlichen Anstieg des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) auf  510,6 Millionen Euro verdiente der Konzern operativ erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro. Ermöglicht hat dies das Segment Digitale Medien.

Alle operativen Segmente verbesserten im Vergleich zum Vorjahr ihre Profitabilität und erwirtschafteten zweistellige EBITDA-Renditen - besonders stark wirkte sich das digitale und internationale Geschäft aus. Den Konzernumsatz stieg um 10,8 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro.

"Es hat sich ausgezahlt, dass wir im Krisenjahr 2009 unsere Digitalisierungs- und Internationalisierungsstrategie unbeirrt fortgesetzt und antizyklisch investiert haben", kommentiert Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner. "Die bisherigen Ergebnisse unserer Premium-Initiative für digitale Bezahlinhalte sind ermutigend." Im vergangenen Jahr haben die Medienmarken von Axel Springer mehr als 15 Bezahlangebote gestartet, die über 800.000 Mal heruntergeladen wurden. Allein die Bild-App fürs iPhone wurde seit ihrem Start Ende vergangenen Jahres bereits mehr als 400.000 Mal gekauft (zum Vergrößern auf die Grafik klicken). Döpfner hatte im November angekündigt, in fünf Jahren die Hälfte des Konzernumsatzes im Netz erwirtschaften zu wollen.

Der Umsatz des Segments Digitale Medien legte um 51,3 Prozent auf 711,8 Millionen Euro zu. Damit lieferte das Onlinegeschäft mit einem Anteil von 24,6 Prozent den zweitgrößten Umsatzbeitrag im Konzern - nach den inländischen Zeitungen mit 1,19 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Teil des Wachstums entfiel auf die Akquisitionen StepStone und Digital Window einschließlich buy.at. Darüber hinaus steigerten die überwiegende Zahl der digitalen Aktivitäten ihren Umsatz zweistellig. Das Segment erhöhte die Werbeerlöse um 66,0 Prozent und die übrigen Erlöse um 14,4 Prozent. Das EBITDA konnten die Digitalen Medien von 43,2 Millionen Euro auf 85,8 Millionen Euro nahezu verdoppeln. Die Rendite lag mit 12,1 Prozent im zweistelligen Bereich.

"Auch 2011 werden unsere digitalen und internationalen Aktivitäten das Umsatz- und Ergebniswachstum treiben", sagt Döpfner. Für das Geschäftsjahr 2011 rechnet der Vorstand mit einem Anstieg der Gesamterlöse. Zu diesem Anstieg werden voraussichtlich alle Erlöskategorien beitragen: Vertriebs-, Werbe- und übrige Erlöse. Der Vorstand geht davon aus, dass leicht rückläufige Erlöse im inländischen Printgeschäft durch steigende Erlöse im internationalen Printgeschäft und bei den digitalen Medien überkompensiert werden können. Für das EBITDA wird ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet.

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