INTERNET WORLD Business Logo Abo
Springer erzielt Rekordergebnis

Springer erzielt Rekordergebnis Onlinegeschäft bringt satten Gewinn

Ein Rekordergebnis für das Jahr 2011 meldet der Medienkonzern Axel Springer. Der Konzernumsatz wuchs um 10,1 Prozent auf beachtliche 3,185 Milliarden Euro von 2,894 Milliarden Euro im Vorjahr.

Dabei gab es einen leichten Rückgang der Erlöse bei inländischen Printmedien, der jedoch durch das starke Wachstum im Digitalgeschäft und mit internationalen Printmedien mehr als ausgeglichen wurde. Das Konzern-EBITDA erhöhte sich um 16,2 Prozent auf 593,4 Millionen Euro, 2010 wurden 510,6 Millionen Euro erreicht. Die EBITDA-Rendite stieg auf 18,6 Prozent.

Ein Umsatzplus von 35,2 Prozent erwirtschaftete das Segment Digitale Medien mit den drei Kompetenzfeldern Inhalte-Portalen, Online-Marktplätzen und Online-Vermarktung. Damit lagen die Erlöse bei 962,1 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 711,8 Millionen Euro. Die Werbeerlöse erhöhten sich um 41,5 Prozent, bei den übrigen Erlösen gab es eine Steigerung um 11,8 Prozent. Um stolze 84,2 Prozent auf 158,1 Millionen Euro (Vorjahr 85,8 Millionen Euro) verbesserte sich das Segment-EBITDA.

"Die konsequente Digitalisierung unseres Geschäftes im In- und Ausland bleibt der Schlüssel zum langfristigen Erfolg des Unternehmens", kommentiert Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer. Und weiter: "Die zweistellige Rendite unserer digitalen Aktivitäten belegt, dass unser Online-Wachstum nicht Wachstum um des Wachstums Willen bedeutet, sondern der Profitabilität dient."

Für das aktelle Jahr rechnet Springer mit einem leichten Umsatzrückgang im nationalen und internationalen Printgeschäft, den wachsenden Digitalumsätze jedoch erneut kompensieren sollen. Insgesamt sollen die Konzernerlöse im einstelligen Prozentbereich wachsen und auch das EBITDA steigen.

Neues gab es außerdem kürzlich vom Online-Rubrikengeschäft von Springer. Der Konzern kündigte an die Online-Börsen Seloger.com, Immonet und Stepstone in einer eigenen Gesellschaft zu bündeln, an der sich der US-Finanzinvestor General Atlantic mit 30 Prozent beteiligen werde. Hauptgesellschafter bleibe jedoch der Springer-Konzern. Wie das Handelsblatt berichtet, zahlt General Atlantic 237 Millionen Euro für die Beteiligung. Der Gesamwert der neuen Gesellschaft soll sich auf 1,25 Milliarden Euro belaufen. Allerdings müssen die Kartellbehörden noch ihre Zustimmung geben.

Das könnte Sie auch interessieren