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AOL will Inhaltsproduktion verstärken

AOL will mehr Inhalte produzieren Mögliche Rendite bestimmt Themenauswahl

Aus einer internen Präsentation geht hervor, dass AOL seine Zukunft in der Herstellung von Content sieht. Gleichzeitig hat der Konzern den Empfehlungsdienst Surphace verkauft.

Bis Ende März 2011 will AOL die Gesamtzahl der Artikel, die monatlich in Diensten des Unternehmens erstellt werden, von 31.500 auf 40.000 erhöhen. Gleichzeitig sollen die Seitenaufrufe der Artikel von 1.500 auf 7.000 mehr als vervierfacht werden. Das berichtet VentureBeat. Verbunden seien diese Maßnahmen mit einer Verringerung der Erstellungskosten von 99 US-Dollar auf 84 US-Dollar, während die Gewinnmarge von 35 auf 50 Prozent steigen solle.

Auch bei der Auswahl der Themen gibt AOL in Zukunft klare Vorgaben und arbeitet mit einem Tool, das den zu erwartenden Ertrag einzelner Artikel ermittelt und darauf basierend ein Kostenlimit zur Erstellung des Inhalts angibt. Von seinen Redakteuren erwartet das Unternehmen, das Themen anhand der zu erwartenden Profitabilität eines Artikels auszuwählen. Mitarbeiter sollen zwischen fünf und zehn Artikeln pro Tag abliefern.

Vor der für heute abend erwarteten Bekanntgabe des vierten Quartalsberichts 2010 hat sich AOL zudem von seinem Empfehlungsdienst Surphace getrennt. "Im Einklang mit unserer Strategie suchen wir nach Partnerschaften oder anderen Lösungen für alle Dienste, in denen wir weder marktführend noch profitabel arbeiten. Surphace ist einer dieser Dienste. Wir freuen uns, dass wir ein großartiges Zuhause für die Technologie und die Mitarbeiter gefunden haben", zitiert MediaMemo AOLs Venture und Local-Chef Jon Brod zum Verkauf von Surphace an den Konkurrenten Outbrain. Über den Verkaufspreis wurde bisher nichts bekannt.

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