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Studie zu Medienschaffenden Media Worker in Deutschland: Wer arbeitet wo?

Fotolia.com/Spectral-Design
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Es gibt immer mehr Media Worker - Medienschaffende - in Deutschland. Hamburg ist dabei die beliebteste Metropole. Nicht jeder arbeitet aber in der klassischen Medienbranche.

Die Medienindustrie ist eine der Branchen, die am stärksten von der digitalen Transformation erfasst wurde und wird. Media Worker - Medienschaffende - arbeiten dabei heute längst nicht mehr nur in Verlagen, Rundfunkanstalten oder Agenturen. In branchenfremden Bereichen ist die Zahl der Media Worker seit 2015 um 50 Prozent gestiegen, jeder sechste Medienschaffende ist bereits in einer anderen Branche beschäftigt. Das ist ein Ergebnis einer Gemeinschaftsstudie von Deloitte, Xing und nextMedia.Hamburg.

Vor allem in der IT arbeiten demnach viele Media Worker, hier stieg der Anteil in den vergangenen zwei Jahren um 39 Prozent. Gleichzeitig arbeiten auch immer mehr Digitalexperten in der Medienindustrie - seit 2015 ist die Anzahl der IT- und Software-Spezialisten in klassischen Medienunternehmen um 121 Prozent gestiegen.

Auch insgesamt stieg die Zahl der Media Worker in Deutschland: Bei Xing sind in diesem Jahr fast 528.000 Medienschaffende registriert - acht Prozent mehr als noch 2015. Mehr als 80 Prozent der Media Worker arbeiten zudem ohne feste Arbeitszeiten.

"Technologie und Inhalte wachsen immer enger zusammen - von der Medienindustrie wurden die Zeichen der Zeit erkannt und so sitzen digitale Experten und IT-Profis in den großen Verlagshäusern mittlerweile Schreibtisch an Schreibtisch mit den Redakteuren", beobachtet Carsten Brosda, Hamburgs Senator der Behörde für Kultur und Medien.

"Der digitale Wandel der traditionellen Medienindustrie und der häufig damit verbundene Abbau von Arbeitsplätzen ist nur die eine Seite der Medaille. Gleichzeitig ist über alle Branchen hinweg ein starker Anstieg von Xing-Mitgliedern zu verzeichnen, die einer Medientätigkeit nachgehen", ergänzt Felix Altmann, Manager Corporate Communications bei Xing. Das legt laut Altmann den Schluss nahe, dass die Bedeutung einer Medienexpertise in den letzten Jahren sogar zugenommen hat und jenseits der angestammten Branchengrenzen neue Tätigkeitsfelder für Medienschaffende entstehen können.

Berlin, Hamburg, München

Und in welcher Stadt arbeiten all diese Media-Leute? Laut Studie sitzt ein knappes Drittel (31 Prozent) der Media Worker entweder in Berlin, Hamburg oder München - die meisten von ihnen in Berlin. Die beliebteste Metropole für Media Worker aber ist Hamburg: 31 Prozent bezeichnen die Hansestadt als attraktivsten Standort, gefolgt von Berlin (23 Prozent) und München (15 Prozent).

Bei der Standortwahl sind nicht nur die reinen Job-Inhalte, sondern das Gesamtpaket der Stadt als Lebensraum relevant. Dabei zählen vor allem bezahlbarer Wohnraum (23 Prozent) und gute Freizeitmöglichkeiten (22 Prozent).

Treiber der Digitalisierung

Als Treiber der Digitalisierung werden innerhalb der Medienbranche die großen IT-Konzerne (45 Prozent) sowie Start-ups (37 Prozent) gesehen. Medienunternehmen selbst gehören nur für 14 Prozent der Befragten zu den Innovationstreibern.

Die Trendthemen reichen von "User generated Content" über "Automatisierung" und "personalisierte Werbung" bis hin zu "Artificial Intelligence". Bei den zu erwartenden Content-Formaten liegen aus Sicht der Media Worker "Shortform-Video", "Video-on-demand" sowie "Virtual-" und "Augmented Reality" vorne. E-Books und E-Paper sollen dagegen in Zukunft kaum noch eine Rolle spielen.

Infografik

Zum Studiendesign

Für die Studie hat Xing im August 2017 eine anonymisierte Auswertung der Xing-Profile von 528.000 Media Workern durchgeführt, die entweder in einem Medienunternehmen tätig sind (in den Branchen Marketing, PR und Design, Medien und Verlage) oder als Tätigkeitsbereich in anderen Branchen die Funktion eines Medienschaffenden angeben (Tätigkeitsbereich Grafik, Design, Marketing und Werbung, PR, Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus). Parallel dazu hat Deloitte rund 1.000 Personen befragt, die sich im Selbstverständnis als Media Worker bezeichnen.

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