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Gema bricht Verhandlungen mit Youtube ab (Foto: istock/Jan_Kowalski)

Gema bricht Verhandlungen mit Youtube ab Löschung von 600 Videos gefordert

Musik nur mit Lizenz, fordert die Gema

Musik nur mit Lizenz, fordert die Gema

Seit einem Jahr verhandeln die Gema und das Videoportal Youtube - jetzt wurden die Gespräche über einen neuen Lizenzvertrag für Musiknutzungen in Deutschland ohne Ergebnis abgebrochen. Die Verwertungsgesellschaft, die die Rechte von Musikschaffenden vertritt, fordert die Löschung von 600 Videos.

Damit handelt die Gema gemeinsam mit acht weiteren internationalen Verwertungsgesellschaften. Die Forderung nach Löschung der ausgewählten Werke beziehungsweise Sperrung des Abrufs von Deutschland aus soll ein Zeichen setzen, dass die internationalen Verwertungsgesellschaften die anhaltende illegale Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke nicht akzeptieren.

"Betreiber von Online-Plattformen, die mit der Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken wie im Fall von YouTube Millionen an Werbeeinnahmen generieren, müssen dafür sorgen, dass diejenigen, die diese Werke schaffen und damit den sogenannten Content liefern, angemessen vergütet werden", betont Vorstandsvorsitzender Harald Heker.

Der internationale Verbund der Musikautorengesellschaften könne sämtliche Werke seines Repertoires von YouTube entfernen lassen, wenn er dies wollte, so die Gema. Darauf werde aber mit Blick auf die Bedürfnisse der Musiknutzer und der Musikurheber verzichtet: Die Rechteinhaber möchten, dass ihre Musik möglichst viel gehört wird - sofern sie vom Anbieter entsprechend lizenziert sei.

Die Gema vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über einer Million Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

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