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Panfu expandiert in arabische Länder

Panfu expandiert in arabische Länder Knutschverbot für Pandas

Andere Länder, andere Sitten: Die virtuelle Spielewelt Panfu für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren ist nun auch in einer arabischen Variante an den Start gegangen. Um mit dem Angebot jedoch keine religiösen Gefühle zu verletzen, musste der Seitenbetreiber Young Internet einiges ändern.

Zur besseren Akzeptanz bei den arabischen Kindern bekamen zunächst die Pandas andere Namen. So heißen Max und Ella, die Moderatoren des Panfu-Blogs, nun Houssam und Leila. Romantische Beziehungen zwischen den Pandas, wie in Deutschland sonst zwischen Max und Ella angedeutet, darf es im arabischen Raum nicht geben, Küssen ist strengstens untersagt. Außerdem existieren auf dem arabischen Portal keine Schweine, da Schweinefleisch im Islam als unrein gilt.

Auch die Panfu-Chats, hierzulande ausgestattet mit Filtersystemen, die bei Schimpfwörtern und Beleidigungen Alarm schlagen, wurden für den arabischen Raum angepasst. Aufgenommen wurden neue Filterkategorien für bestimmte Wörter oder Zeichen, die in der arabischen Welt nicht akzeptiert werden. Zudem dürfen arabische Kinder im  Chat nicht flirten oder den Islam kritisieren.

"Jede Kultur hat ihre Eigenheiten, die wir bei der Adaption unseres Spiels in eine andere kulturelle Region stets berücksichtigen, damit sich erstens die Kinder in der Panfu-Welt leicht zurechtfinden und wohl fühlen und andererseits auch die Eltern ein gutes Gefühl haben", betont Kay Kühne, Gründer und Geschäftsführer von Young Internet. Weitere Expansionen sind bereits geplant, noch dieses Jahr soll Panfu auf insgesamt 20 Sprachen erweitert werden. Young Internet hatte im Mai mit dem Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag erhalten, mit dem die Internationalisierung von Panfu vorangetrieben werden sollte.

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