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Groupon versucht sich im E-Commerce

Groupon testet Rabatte im Onlinehandel Jetzt auch Produktrabatte übers Couponportal

Das ist neu: Groupon weitet sein Angebot aus und bietet Gutscheine für Produkte an, die über das Web gekauft werden können. Der Dienst testet dies zunächst auf dem britischen Markt.

Bisher gab es bei Groupon vor allem Gutscheine für Hotels, Restaurants oder Dienstleistungen abzugreifen. Nun will das Unternehmen etwas dichter an Onlineeinzelhändler wie Amazon oder Umschlagplätze wie eBay herantreten, indem künftig auch Coupons für im Web erhältliche Produkte verkauft werden. Das berichtet Bloomberg.

In Großbritannien hat Groupon im Rahmen sogenannter "National Deals" Produkte aus den verschiedensten Bereichen - von (Foto-)Alben über Matratzen bis Zahnbleiche verkauft. Ob und wann Groupon das Modell auch auf andere Märkte überträgt, ist noch nicht bekannt. Dabei erwerben die Käufer über Groupon einen Gutschein für ein bestimmtes Produkt. Dafür erhalten sie einen Rabattcode, den sie dann bei dem jeweiligen Onlinehändler einlösen können.

Anders als die klassischen Onlinehändler verfügt Groupon über eine 115 Millionen Empfänger starke E-Maildatenbank. Auf diese Weise kann das Unternehmen seine Angebote besonders effektiv bewerben. Das Gutscheinportal hat an einem Tag allein mit einer Matrazen-Offerte zwei Millionen britische Pfund umgesetzt.

Zuletzt war Groupon mit eher unerfreulichen Schlagzeilen aufgefallen: Die noch für diesen Herbst vorgesehene Erstemission wurde Anfang September 2011 abgeblasen. Den problematischen Börsenplänen war zudem ein schwieriges zweites Quartal 2011 voraus gegangen, bei dem Groupon hohe Verluste einstecken musste.

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