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Milliardenverlust im zweiten Quartal

AOL schreibt Milliardenverlust im zweiten Quartal Internetkonzern gerät ins Taumeln

Der US-Internetkonzern AOL hat schlechte Zahlen fürs zweite Quartal 2010 gemeldet. Der Verlust beträgt knapp 1,1 Milliarden US-Dollar gegenüber dem zweiten Quartal 2009. Vor Jahresfrist hatte AOL noch einen Gewinn von 90,7 Millionen Euro verbucht.

Der Umsatz von AOL sank im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 584 Millionen US-Dollar und enttäuschte damit die ohnehin geringen Erwartungen der Analysten.

Grund für die schwachen Ergebnisse seien Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar, erklärte das Unternehmen. So hatte AOL beispielsweise 2009 das soziale Netzwerk Bebo für 850 Millionen US-Dollar gekauft, und dieses Jahr für einen Bruchteil dessen wieder abgestoßen.

Die Werbeumsätze, eigentlich das neue Kerngeschäft, sind ebenfalls eingebrochen. Sie nahmen um 27 Prozent von 407 Millionen US-Dollar auf 297 Millionen US-Dollar ab. Die Subscription-Einnahmen brachen ebenfalls um 27 Prozent auf 260,2 Millionen US-Dollar ein. AOL versucht, vom Geschäft mit Einwahlverbindungen ins Internet wegzukommen, das durch die Verbreitung von Breitbandanschlüssen versiegt.

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