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Drastische Entlassungen bei Myspace im Gespräch

Drastische Entlassungen bei Myspace im Gespräch Hälfte der Mitarbeiter gefährdet

Myspace schmiedet Pläne, die Hälfte der 1.100 Mitarbeiter zu entlassen - einen Großteil davon in den USA. Der Grund: Da Mitgliederzahl und Einnahmen des Netzwerks sinken, hat Muttergesellschaft News Corp deutliche Sparmaßnahmen gefordert.

Das berichtet  unter Berufung auf mehrere interne Quellen. Die Stellenstreichungen sollen jedoch auch internationale Standorte betreffen. In der letzten Dezemberwoche wurde bereits die gesamte Belegschaft beurlaubt, dabei soll es sich jedoch nicht um eine Sparmaßnahme handeln, sondern um eine Vergünstigung für die Mitarbeiter.

Das Netzwerk hatte sich mit dem großen Relaunch von Myspace Ende Oktober 2010 aus dem Social-Media-Wettkampf mit Facebook zurückgezogen und will sich nun als Entertainmentportal etablieren. Ganz ohne Facebook geht das jedoch nicht, deshalb arbeiten beide Netzwerke zusammen: Myspace-Nutzer können ihre Status-Updates mit denen auf ihren Facebook-Seiten synchronisieren. Auch umgekehrt ist ein Abgleich möglich. So können Facebook-Nutzer, die bisher noch nicht auf Myspace aktiv waren, sich nun auch mit ihrem Facebook-Account bei Myspace anmelden.

In den vergangenen Monaten hatte das Netzwerk gegenüber Facebook stetig an Boden verloren - und in Großbritannien zwischen Mai 2009 und Mai 2010 die Hälfte seiner User. Auch in Deutschland ging laut IVW die . Diese Reichweitenverluste minimieren die Chance auf lukrative Werbekunden, so dass die wichtigen Werbegelder ausbleiben. Bereits vor gut einem halben Jahr wich der inzwischen alleinige Präsident von Myspace Mike Jones in einem  konkreten Fragen nach Umsätzen aus, denn Gewinn und Verlust seien nicht die größten Probleme des Netzwerks.

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