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Google Books-Kritiker wollen Aufpasser

Google Books: Gegner rufen den Kongress zur Hilfe

Die Kritiker der Buchdigitalisierung durch den Internetkonzern Google haben sich in einem offenen Brief an den amerikanischen Kongress gewandt. Die Open Book Alliance wünscht sich einen unabhängigen Vormund für die von Google bereits begonnene Digitalisierung von Büchern.

Die von der Open Book Alliance vorgeschlagene Kontrollinstitution des digitalen Buchprojekts solle eine neutrale, öffentliche, gemeinnützige Einrichtung wie die Library of Congress sein, heißt es in dem offenen Brief an die Abgeordneten. Der Zusammenschluss von Verlegern und anderen Interessensgruppen, zu dem seit August 2009 unter anderem auch Yahoo, Microsoft und Amazon gehören, fordert Google auf, an der Suche nach einer Lösung aktiv teilzunehmen.

"Das Google-Books-Abkommen führt zu verstärkter Konkurrenz im digitalen Buchmarkt. Es ist verständlich, dass unsere Konkurrenten hart kämpfen, dies zu verhindern", zitiert paidContent die Reaktion von Google auf den Vorstoß der Open Book Alliance.

Eine gerichtliche Entscheidung über das Projekt liegt noch nicht vor. Zuletzt hatte Google im November veränderte Vorschläge an die zuständigen Behörden eingereicht: In das Buchprojekt sollen jetzt nur Werke einbezogen werden, die urherberrechtlich in den USA, Kanada, Großbritannien oder Australien registriert sind.

Der Internetkonzern digitalisiert im Rahmen des Projekts seit 2004 Bücher aus kooperierenden Bibliotheken.

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