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Unternehmenskommunikation im Web Foto: fotolia.com/alphaspirit

Unternehmenskommunikation im Web Was muss auf die Firmenseite?

Kunden suchen nach Produktinformationen, Finanzexperten nach Bilanzen sowie Aktieninformationen. Aber welche Informationen wollen Journalisten auf Unternehmenswebsites finden? Wonach suchen Arbeitssuchende? Eine aktuelle Studie geht dem nach.

Die Agentur Virtual Identity analysierte in einer Studie welche Interessensgruppen überhaupt auf Corporate Websites gehen und wonach sie dort suchen. Darüber hinaus wurden sie auch danach befragt, welche Informationen und Kanäle sie sich in Zukunft wünschen.

Jobsuchende sind in erster Linie natürlich an Stellenausschreibungen interessiert. Sie wollen aber neben einem Gesamteindruck der Firma, einen Einblick in den möglichen künftigen Arbeitsbereich erhalten. Außerdem wollen sie sich über die Karrierechancen und etwaige Programme informieren. Tipps für die Bewerbung und Tests zur Einschätzung von Qualifikationen werden von dieser Zielgruppe gern genutzt.

Um diese Zielgruppe noch besser ansprechen zu können, sollten Unternehmen in sozialen Netzwerken aktiv sein, um mit den potenziellen Mitarbeitern in Kontakt zu treten. Die Präsenz auf Jobportalen und in Fachmedien erhöht zudem den Bekanntheitsgrad.

Investoren interessieren sich zuvorderst für Aktienkennzahlen, Bilanzen und Berichte. Um von möglichen Investoren überhaupt wahrgenommen zu werden, ist eine Präsenz in den Fachmedien und Nachrichtenportalen wichtig. Finanzanalysten interessieren sich darüber hinaus auch für Informationen aus dem wirtschaftlichen Umfeld. Unternehmen, die auf ihrer Website eigene volkswirtschaftliche Studien anbieten, können damit das Vertrauen dieser Nutzer gewinnen. Um die eigene Bekanntheit in der Finanzbranche zu steigern, sollten Unternehmenswebsites Schnittstellen zu Social-Bookmarking-Diensten anbieten und auf eine gute Positionierung in den Suchmaschinen achten. In Zukunft werden mobile Websites auch für diese Zielgruppe interessanter, sofern sie relevante und aktuelle Unternehmensdaten liefern. Gesetzlich vorgeschriebene Ad-hoc-Meldungen sollten Unternehmen um Pressemitteilungen ergänzen, da damit mehr Einfluss auf die Wirkung der blanken Unternehmenszahlen genommen werden kann, beispielsweise durch Hervorhebung bestimmter Aspekte.

Das vielfältigste Interesse an Unternehmenswebseiten haben Journalisten. Einerseits sind sie an umfangreichen Informationen zu Produkten interessiert, andererseits wollen sie Informationen zum Unternehmen, dessen Entwicklung und dessen Geschichte. Interessante Studien oder Statements können zudem als Anlass für eine Berichterstattung dienen. Aktive Unternehmen, die ihre Webseiteninhalte regelmäßig pflegen, können deshalb durchaus das mediale Interesse auf sich ziehen. Voraussetzung dafür ist eine gute Platzierung in den Suchmaschinen und die Präsenz auf möglichst vielen Plattformen. Auf der Website selbst sollten detaillierte Informationen in ausreichender Menge vorhanden sein. Zudem empfiehlt sich die konkrete Angabe von Kontaktmöglichkeiten für Pressefragen. In Zukunft werden nach Einschätzung der befragten Journalisten auch Live-Übertragungen von Pressekonferenzen wichtiger.

Die umfangreiche Studie von Virtual Identity steht kostenlos zum Download bereit.

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