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Screenshot "Lesen!"

Elke Heidenreich zieht wenig Zuschauer ins Web

Elke Heidenreichs Literatursendung "Lesen!" schalten online nur ein Bruchteil der TV-Zuschauer ein

Elke Heidenreichs Literatursendung "Lesen!" schalten online nur ein Bruchteil der TV-Zuschauer ein

Das Internet ist doch kein Ersatz für das Fernsehen. Diese Erfahrung machte zumindest die gefeuerte ZDF-Moderatorin Elke Heidenreich, die ihr TV-Format "Lesen!" ins Web zu migrieren versucht.

Von dem Status einer Quotenkönigin ist Elke Heidenreich im Internet noch weit entfernt. Die ersten beiden Ausgaben ihres Web-TV-Formats "Lesen!", das in Sendezeiten beim ZDF immerhin rund eine Million Zuschauer pro Sendung anzog, verzeichnet im Web nur ein Bruchteil der aus dem Fernsehen gewohnten Einschaltquote. Wie der Betreiber Litcolony.de gegenüber "Spiegel Online" bestätigte, sagen die erste Folge mit "Tote-Hosen"-Star Campino insgesamt 158.000 Zuschauer. Bei der zweiten Folge mit Bestsellerautor David Precht waren nur noch 63.000 Webnutzer dabei. Nicht gemessen wurde, wie lange die Web-Zuschauer an den Bildschirmen verharrten.

Auch das Konzept, über das Web-TV-Format die vorgestellten Bücher zu vertreiben, läuft bislang nur mäßig an. "Wir sind den Leuten noch nicht so vertraut, dass sie uns gleich ihre Kreditkartennummer geben würden", so Litcolony-Geschäftsführer Rainer Osnowski gegenüber dem "Spiegel". Am 11. Januar soll die neue Folge mit Stargast Stefan Aust ausgestrahlt werden.

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