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Tomorrow Focus meldet höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte

Tomorrow Focus meldet höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte E-Commerce boomt, Werbung schwächelt

Tomorrow Focus hat im ersten Quartal 2013 einen Umsatz von 46,2 Millionen Euro gemacht, 27 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das Plus ist auf das Segment Transaktionen zurückzuführen, der Umsatz aus den Bereichen Vermarktung und Technologie ist zurückgegangen.

Die ersten drei Monate des Jahres verliefen für Tomorrow Focus erfolgreich wie noch nie: Mit 46,2 Millionen Euro hat die Burda-Tochter den höchsten Quartalsumsatz der Unternehmensgeschichte verbucht. Das Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Konzern-EBITDA) verbesserte sich um 15 Prozent auf 4,8 Millionen Euro.

Allerdings waren die Einnahmen ungleich verteilt: Der Umsatz aus dem Bereich Transactions, in dem das Unternehmen seine E-Commerce-Aktivitäten bündelt, stieg um 72 Prozent auf 38,3 Millionen Euro. Hauptverdiener waren das Reiseportal HolidayCheck und die Partnervermittlung EliteMedianet. Die im Geschäftsjahr 2012 übernommenen Gesellschaften RPC Voyages SAS, Tomorrow Travel und Webassets trugen in Summe 8,3 Millionen Euro bei.

Weniger positiv sieht es in der Vermarktung aus: Hier sank der Umsatz um elf Prozent auf 5,7 Millionen Euro. Grund hierfür ist der Verlust von Vermarktungsmandaten. Einen Ausgleich erhofft sich Tomorrow Focus im Laufe des Jahres durch neue Partner wie Apple iAd und Huffington Post. Auch im Technologies-Segment reduzierte sich der Umsatz aufgrund des Wegfalls von Gegengeschäften um 15 Prozent auf 2,2 Millionen Euro.

Trotz der verhaltenen Konjunkturaussichten für das Jahr 2013 zeigte sich der Vorstand zuversichtlich, den eingeschlagenen Wachstumskurs im weiteren Jahresverlauf fortzusetzen. Dazu sollen auch die neuen Marken Ecotour, Tjingo, Zoover, Netmoms und Huffington Post beitragen. In Summe sollen Konzernumsatz und Konzern-EBITDA jeweils zweistellig gesteigert werden. Bereits die positive Jahresbilanz 2012 mit einer Gewinnsteigerung von 31 Prozent hatte Tomorrow Focus vor allem seinen E-Commerce-Angeboten zu verdanken.

Anfang der Woche hatte Tomorrow Focus bekannt gegeben, die deutsche Ausgabe der Huffington Post zu verantworten, die ab Herbst erscheinen soll. Die Kooperation umfasst sowohl die Erstellung der Inhalte als auch die Vermarktung der Webseite. Analog zum US-Original wird die deutsche Version einerseits Nachrichtenportal, andererseits auch Plattform für Meinungsbeiträge, Blogs und Community sein. Die technische Basis liefert die Huffington Post. Gewinne - und auch eventuelle Verluste - werden zwischen den Partnern geteilt. Eine eigenständige Redaktion wird derzeit in München aufgebaut.

Auch personell tut sich bei den Digitaltöchtern des Burda-Konzerns einiges: Stefan Winners, im Vorstand von Hubert Burda Media für das Digitalgeschäft zuständig, wurde für die Aufsichtsräte von Tomorrow Focus und Xing vorgeschlagen und soll dort den Vorsitz übernehmen. Er ersetzt Paul-Bernhard Kallen bei Tomorrow Focus und Neil Sunderland bei Xing. Die Kandidaturen erfolgen im Rahmen des im Oktober 2012 eingeleiteten Übergangs der Verantwortung für die Digitalaktivitäten des Konzerns von Kallen an Stefan Winners. Zum Digitalressort von Hubert Burda Media zählen die Geschäftsfelder Burda Consumer Tech Group mit Chip, cyberport, Computeruniverse sowie Burda Direkt Services und die Mehrheitsbeteiligungen an den Aktiengesellschaften Tomorrow Focus (58,7 Prozent), Xing (52,6 Prozent) und Zooplus (50,7 Prozent). Im Zooplus-Aufsichtsrat hält Winners bereits ein Mandat.

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