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Brutto-Werbebudgets 2010 am stärksten im Internet gestiegen (Foto: istock/xyno)

Brutto-Werbebudget 2010 am stärksten im Internet gestiegen Displaywerbung im Netz legt um ein Drittel zu

Im vergangenen Jahr investierten Werbetreibende in Deutschland 2,4 Milliarden Euro brutto in Displaywerbung im Netz - das entspricht einem Plus von 34,8 Prozent gegenüber 2009.

Damit ist das Internet Nielsen zufolge das Medium, in dem das Brutto-Werbevolumen am stärksten gewachsen ist, und belegt jetzt den vierten Platz hinter TV-Werbung, Tageszeitungen und Publikumszeitschriften.

Insgesamt ist der Bruttowerbedruck in den sogenannten Above-the-line-Medien im Jahr 2010 um 11,0 Prozent auf 25,0 Milliarden Euro gewachsen. Damit verzeichnet der deutsche Bruttowerbemarkt in diesem Jahr einen neuen Höchstwert. Die Fernsehwerbung verbuchte 10,9 Milliarden Euro (plus 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr), die Tageszeitungen 5,4 Milliarden Euro (plus 1,1 Prozent; ohne Rubrikenanzeigen), Publikumszeitschriften 3,6 Milliarden Euro (plus 4,3 Prozent),  Radio 1,4 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent), Plakat 970 Millionen Euro (plus 6,4 Prozent) Fachzeitschriften knapp 399 Millionen Euro (plus von 1,3 Prozent) und Kino 81 Millionen Euro (plus 12,2 Prozent).

"Die Werbungtreibenden haben den  TV-Anteil im Mediamix wieder deutlich angehoben", sagte Ludger Wibbelt, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland. "Interessanterweise haben auch viele Unternehmen, die Internetleistungen anbieten, stark auf TV gesetzt, um für die schnelle und breite Bekanntheit zu sorgen. Der kombinierte Einsatz von TV-Spots und Online-Werbeschaltungen wurde dabei oftmals als optimaler Mix angesehen."

Die Branchen Onlinedienstleistungen (plus 183 Millionen Euro), Unternehmenswerbung (plus 157 Millionen Euro) und Versandhandel (plus 143 Millionen Euro) steigerten ihren Werbedruck im Jahr 2010 jeweils um über 100 Millionen Euro. Bei den Top-Werbungtreibenden dieser Branchen - Affinitas, Esprit und DMS Trading - handelt es sich um Unternehmen, die für ihre Werbung nahezu ausschließlich Fernseh- und/oder Internetwerbung einsetzten.

Die von Nielsen Media erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbetreibenden auf ihren Produkten und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Unternehmen verfolgen. Der Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen, monetären Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln.

Insgesamt - also inklusive Suchmaschinen- und Affiliatemarketing - sollte der deutsche Online-Werbemarkt 2010 um 19 Prozent auf über fünf Milliarden Euro gewachsen sein. Das prognostizierte der Online-Vermarkterkreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft.

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