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Axel Springer gegen Zensur im App-Store (Foto: istock/dashek)

Axel Springer gegen Zensur im App-Store Artenschutz fürs Bikinimädchen

Bei Apple nicht gerne gesehen: Bikinimädchen

Bei Apple nicht gerne gesehen: Bikinimädchen

Apple macht seine Ankündigung wahr und löscht Anwendungen, die sich um Sex und Erotik drehen, aus seinem Downloadangebot. Der Axel Springer Verlag schlägt Alarm, denn auch eine App von Bild könnte betroffen sein.

Die Sorge des Verlags betrifft das "Bild-Girl zum Schütteln", das die User der iPhone-App durch heftiges Rütteln des Smartphones ausziehen kann. Spiegel Online zufolge soll die neue Version der Anwendung, mit der der Verlag Geld verdienen will, von der US-Firma Apple nicht abgesegnet werden. Bei Axel Springer will man nun auf die Barrikaden gehen. Donata Hopfen, seit Januar Chefin von Bild Digital, warnt in einem Schreiben an den Zeitungsverlegerverband vor Zensur. "Heute sind es nackte Brüste", wird Hopfen von Spiegel.de zitiert, "morgen womöglich redaktionelle Artikel".

Apple hat in dieser Woche bereits 5.000 Anwendungen wegen sexueller Inhalte aus seinem App-Store entfernt. TechCrunch zufolge sind nicht einmal mehr Bikini-Fotos erlaubt.

Für Axel Springer sind Apps ein heikles Thema - zuletzt hatte der Verlag gegen die kostenlose Tagesschau-Anwendung fürs iPhone mobil gemacht. Der Grund: Der Verlag versucht, Bezahlinhalte im Web durchzusetzen - und Smartphone-Anwendungen sind der Bereich, in dem das Paid-Content-Modell die größten Chancen hat.

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