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Siegeszug der Onlinewerbung prognostiziert Foto: istock.com/123render

Studie zu Werbemedien Siegeszug der Onlinewerbung prognostiziert

Schon im nächsten Jahr soll Onlinewerbung sowohl Fernsehen als auch Print als größten Werbeträger überrunden. Das Wachstum der Werbung im Internet bleibt überdurchschnittlich stark - und soll bis 2014 über ein Drittel aller Werbeausgaben ausmachen. Auch Verbraucher werden in Zukunft mehr Geld für das Internet investieren als für andere Werbemedien.

Während 2010 das Fernsehen als Werbeträger erstmals die Printwerbung übertrumpft, soll im Jahr 2011 schon die Onlinewerbung das wichtigste Werbemedium sein. Das erwartet die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in ihrem "German Entertainment and Media Outlook 2010-2014". Der Werbeanteil der Onlinebranche von 22 Prozent im Jahr 2009 werde sich bis 2014 auf 32 Prozent steigern.

"Die Konsumenten wandern verstärkt ins Internet und verbringen immer mehr Zeit online. Diesem Trend folgen die Werbebudgets", so Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Gründe für diese Entwicklung seien der Vorstoß des mobilen Internets mit attraktiven Geräten, schnellen Mobilfunknetzen und günstigen Datenflatrates.

Auch bei Verbraucherausgaben dominiert das Internet. Während PwC für Ausgaben für Festnetzanschlüsse von 2010 bis 2014 nur ein Wachstum von jährlichen 2,6 Prozent auf knapp 7,1 Milliarden Euro prognostiziert, werden die Ausgaben für mobile Zugänge um durchschnittlich 13,7 Prozent auf gut 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014 steigen. Insgesamt werden für den Internetzugang 2014 gut 11,3 Milliarden Euro ausgegeben. Damit liegt dieses Segment bei den Konsumentenausgaben klar in Führung, gefolgt von Büchern (10,3 Milliarden Euro) und den Ausgaben für das Fernsehen (9,7 Milliarden Euro).

Bei IPTV wachsen Fernsehen und Onlinemedium zusammen: So werden im Jahr 2014 immerhin 2,9 Millionen Haushalte TV-Inhalte über das Internet-Protokoll empfangen. "Angesichts der weit überdurchschnittlichen Wachstumsrate von jährlich 17,9 Prozent zwischen 2010 und 2014 ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich IPTV als mindestens gleichberechtigter Übertragungsweg durchgesetzt hat", sagte Ballhaus.

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