INTERNET WORLD Logo Abo
Entwicklung der Medienlandschaft Foto: istock.com/Terraxplorer

Entwicklung der Medienlandschaft "Neben dem Digitalen werden alle Kanäle irrelevant"

Wohin entwickelt sich die Medienwelt? Unter dem Motto "Das große Bild" diskutierten auf der DLD Conference Vertreter von Google, ProSiebenSat.1, Burda Media und Investoren.

"Wie können wir Printprodukte so weiterentwickeln, dass das Internet keine Konkurrenz für sie ist?" Für Paul-Bernhard Kallen (Hubert Burda Media) ist das die größte Herausforderung seiner Brache. Er sieht Verlage vor allem als Getriebene: "Wir müssen wissen, was Google und Facebook in ein paar Jahren machen - ihr Verhalten bestimmt  unsere Strategie." 

Thomas Ebeling von ProSiebenSat.1 Media betrachtet die Digitalisierung nicht als Bedrohung fürs Fernsehen: Wenn TV Inhalte ausstrahle, die die Zuschauer liebten, müsse es sich keine Sorgen machen.

Für Nikesh Arora, Google, ist die Technik der entscheidenden Faktor für die Entwicklung der digitalen Welt: "Die große Schlacht liegt darin, die Infrastruktur für eine vernetzte Welt zu bauen", erklärt Arora. "Es gibt so viele Information - Menschen müssen einen Weg finden, sie zu sortieren."

Die Zeiten der US-amerikanischen Dominanz seien vorbei, sagt Jim Breyer von ACCEL Partners. In den nächsten fünf bis zehn Jahren würden die Innovationen weniger aus Kalifornien kommen als aus Asien oder Europa, so Breyer. "Mehr als 75 Prozent des Umsatzes in der digitalen Welt werden in 2020 von Firmen gemacht werden, die wir heute noch nicht kennen."

"Zeitungen sind tot", sagt Breyer. Journalisten und andere Medienschaffende hätten bessere Chancen als je zuvor, doch sie bräuchten keine Zeitungen und Filmstudios mehr. "Neben dem digitalen Publizieren werden alle andere Kanäle irrelevant."

Das könnte Sie auch interessieren