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Yahoo verzeichnet weniger Umsatz und Gewinn

Bei Yahoo brechen Umsatz und Gewinn ein Ein Viertel weniger

Harte Zeiten für Yahoo: Der Internetkonzern meldet für das dritte Quartal 2011 sinkende Unternehmenszahlen. Der Umsatz sank um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der Gewinn um 26 Prozent. Ein CEO wird weiter gesucht.

Von den 1,2 Milliarden US-Dollar Umsatz entfielen 502 Millionen US-Dollar auf das Geschäft mit der Bannerwerbung, das damit um zwei Prozent zurückging. Dramatisch ist die Lage bei den bezahlten Suchergebnissen: Hier verringerte sich der Umsatz um 44 Prozent auf 467 Millionen US-Dollar. Der Anteil der sonstigen Einnahmen aus Dienstleistungen, Transaktionen und Abogebühren, blieb mit 248 Millionen US-Dollar stabil.

Knapp zwei Drittel des Umsatzes (65 Prozent) erwirtschaftete der Konzern in den USA, 13 Prozent in Asien und der Pazifikregion und zwölf Prozent in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Interessant ist auch, wie sich der Umsatz in den jeweiligen Regionen entwickelt hat: In den USA gingen die Einnahmen um 30 Prozent zurück, in Asien um 14 Prozent, nur Europa verzeichnete ein Plus von zwölf Prozent.

Der Konzerngewinn sank von 396 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2010 auf 293 Millionen US-Dollar in gleichen Zeitraum des laufenden Jahres. Das Unternehmen erklärte den Rückgang bei Umsatz und Gewinn mit einer Änderung der Bilanzierung angesichts der Partnerschaft mit Microsoft im Suchmaschinengeschäft. Microsoft erhält einen Anteil von zwölf Prozent auf den Umsatz durch Suchmaschinenmarketing nach Abzug der Einkaufskosten für den Traffic.

Yahoo hatte sich Anfang September von seiner Chefin Carol Bartz getrennt und personelle Umstrukturierungen angekündigt. Interims-CEO ist Finanzchef Tim Morse. In welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt, ist unklar. Angeblich arbeitet AOL-Chef Tim Armstrong hinter den Kulissen an einer gemeinsamen Zukunft beider Unternehmen. Sein Plan: Yahoo soll AOL kaufen.

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