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Reichweite contra Zielgruppe

Targeting-Debatte auf der dmexco Reichweite contra Zielgruppe

Es gibt viele Möglichkeiten im Targeting, aber keine arbeitet absolut zuverlässig. Dennoch wird die gezielte Auslieferung von Kampagnen auch in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen - da sind sich die Diskutanten in der Debatte um Reach versus Audience auf der dmexco einig.

Targeting gilt neben der Platzierung in Premiumcontent und besonderen Werbeformaten als einer der größten Preistreiber für Onlinekampagnen. "Derzeit kann man jedoch noch nicht ausschließen, dass Werbung in einem unpassenden Umfeld erscheint. Man kann nur versuchen, dies zu vermeiden", sagt Andreas Nassauer von der Deutschen Telekom und legt damit den Finger in die Wunde. Zwar gebe es viele Targetingoptionen, allerdings fehle es nach wie vor an einem übergreifenden Targeting. Mit den bisherigen Marktstrukturen sei dies aber auch nicht anders möglich.

"Wir können nicht die Inhalte von vielen kleinen Websites steuern. Die Werbetreibenden müssen selbst für eine Marktbereinigung sorgen, indem sie klar machen, dass sie nicht mit immer mehr kleinen Anbietern zusammenarbeiten wollen", glaubt Markus Frank von Microsoft Advertising. "Der Klick ist immer gleich viel wert, egal ob Long- oder Shorttail."

In der Vergangenheit hätten die Vermarkter den Kunden viele Kennzahlen angeboten, meint Arndt Groth von der Adconion Media Group. Die Kunden wollten bei immer mehr Details mitreden und forderten die genauen Informationen ein, für die in den letzten Jahren immer geworben worden sei. "Da wünscht man sich die guten alten Zeiten zurück."

Michael Dunke von Universal McCann stimmt dem zu: "Wir diskutieren mit unseren Kunden über jede einzelne Platzierung einer Kampagne." Das sei oftmals sehr kleinteilig und herausfordernd. Er bringt aber zugleich Verständnis für die Werbetreibende auf. Sie müssten natürlich ihre Botschaften genau dort platzieren, wo es für den Kunden relevant ist.

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