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Transaktionsseiten als Werbefläche

Transaktionsseiten als Werbefläche Potenzial von 120 Millionen Euro ungenutzt

Viele E-Shops bieten auf ihren Transaktionsseiten keine Werbung an - und verzichten damit auf zusätzliche Einnahmen. Damit entgeht der Branche jährlich ein Umsatz von rund 120 Millionen Euro.

Onlineshops könnten rund 120 Millionen Euro mehr einnehmen, wenn sie auch ihre Transaktionsflächen vermarkten würden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Affiliprint. Zu den Transaktionsflächen zählen Bestellungsbestätigungsseite und -Mail oder die Versandbestätigung. Und so kommt das Vermarktungsnetzwerk für Gutschein-Marketing auf ein Potenzial von 120 Millionen Euro jährlich: Basierend auf der Zahl Umsatzprognose des Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH) hat das Unternehmen für 2013 ein Volumen in Höhe von 620 Millionen Online-Bestellungen über alle Branchen ermittelt. Annahme für die Herleitung ist ein 20-prozentiges E-Commerce-Wachstum von 2012 auf 2013. Aus dieser Hochrechnung sowie der durchschnittlichen Warenkorbhöhe von 2011 hat Affiliprint anschließend die Zahl der Bestellungen und der daraus resultierenden Transaktionsmails geschätzt und diese mit dem effektiven Tausend-Kontakt-Preis aus den eigenen Daten ermittelt.

Der Grund, aus dem Transaktionsflächen von vielen E-Shops bislang nicht werblich genutzt werden: Die Händler fürchten, ihre Kunden damit zu verärgern. Dabei kann Werbung sogar die Kundenbindung steigern, wenn sie richtig platziert und relevant für den Käufer ist. "Zu Recht konzentrieren sich Shops während des Kaufprozesses darauf, ihren Kunden attraktive Angebote aus dem eigenen Sortiment anzubieten. Nach abgeschlossenem Kauf sind Konsumenten jedoch offen für neue Impulse“, erklärt Geschäftsführer Carsten Schwecke. Reine Display-Kampagnen seien allerdings nur der halbe Weg. "E-Shops können ihren Kunden auf den Transaktionsseiten natürlich Produkte zum Up- oder Cross-Selling anbieten. Viel effektiver ist es jedoch, nach einem Kauf Rabatte für passende und ergänzende Produkte anzubieten." Käufer fühlten sich dadurch belohnt und der Shop profitiere von den Provisionen, die mit eingelösten Gutscheinen verdient würden.

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