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Getrennte Wege bei audimark und AS&S Radio

Ende der Webradio-Kooperation Getrennte Wege bei audimark und AS&S Radio

Der Internetradiovermarkter audimark und ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) beenden ihre Zusammenarbeit. Durch die Auflösung der Kooperation, die zu Beginn des neuen Jahres endet, verliert AS&S Radio den Zugriff auf das Webradioportfolio von audimark.

Seit drei Jahren arbeiten audimark und ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) zusammen. Ab dem ersten Januar 2014 gehen die beiden Vermarkter nun allerdings wieder getrennte Wege. Durch die Auflösung der Kooperation werden die von audimark vermarkteten Webradioangebote nicht mehr Teil der AS&S Deutschland-Kombi Young & Online sein. Die ARD-Tochtergesellschaft verliert somit den Zugriff auf das Webradioportfolio der Düsseldorfer.

Für jeden Radiospot, den der Kunde bislang auf den UKWSendern der AS&S Deutschland-Kombi Young & Online buchte, wurden 15.000 weitere Kontakte durch die Schaltung von Radiospots im Webradioportfolio von audimark generiert. Wie audimark erklärt, habe das Unternehmen durch das Kooperationsende keine großen Einbußen zu befürchten. Nach eigenen Angaben erzielt audimark einen einstelligen Millionenumsatz an Nettowerbeerlösen. Durch die Zusammenarbeit habe das Unternehmen "lediglich einen unteren einstelligen Prozentbereich seiner Erlöse" generiert.

Matthias Mroczkowski, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb bei audimark, sieht durch die Trennung bessere Möglichkeiten der Fokussierung: "Der Webradiomarkt hat sich über die letzten Jahre prächtig entwickelt. In Zukunft ist es daher umso wichtiger, uns verstärkt auf die eigene Marktbearbeitung zu fokussieren." Wie es mit der AS&S Deutschland-Kombi Young & Online weitergeht, ist unklar. "AS&S Radio steht am Anfang des Aufbaus ihrer Digitalangebote und vermarktet zurzeit nur zwei Webradioangebote. Es wird in nächster Zeit kaum gelingen, die Reichweitenverluste durch das Fehlen des audimark-Portfolios aufzufangen", so die Mutmaßung von Mroczkowski.

Spannend im Zusammenhang mit Webradio ist natürlich die Frage, wer eigentlich Online-Audiomedien nutzt und welche Musik bevorzugt im Netz gehört wird. Antworten auf diese Fragen lieferten Lars Peters und Rainer Henze von der Fachgruppe Audio Digital im BVDW.

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