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Best Brands Award BMW, Apple, HTC und Amazon sind beste Marken

Amüsant, intelligent und auch lehrreich geriet die Preisverleihung der Best Brands, die gestern in München vergeben wurden. Entertainer Harald Schmidt heizte den rund 600 Gästen gewöhnt spöttisch und sarkastisch ein, während Gastredner Joschka Fischer auch nachdenkliche Worte fand.

Drei der vier erfolgreichsten Marken in Deutschland entstammen dem Internet-Umfeld. Gestern wurden in München neben BMW, Apple, HTC und Amazon mit dem Best Brands Award ausgezeichnet. Der Münchner Autobauer konnte sich über die Auszeichnung zur "Besten Unternehmensmarke International" freuen. Apple sicherte sich den ersten Platz in der Kategorie "Beste Produktmarke". HTC gewann etwas überraschend in der Kategorie "Beste Wachstumsmarke" und Amazon überzeugte als "Beste Händlermarke Non-Food". 

Das Besondere an der Best-Brands-Auszeichnung ist, dass die Gewinner nicht von einer Jury ermittelt werden, sondern in einer repräsentativen GfK-Studie. Dabei werden der tatsächliche wirtschaftliche Markterfolg und die Beliebtheit der Marke in der Wahrnehmung der Verbraucher gemessen. Dieses Verfahren führt aber auch dazu, dass mit älteren Daten operiert wird. Die Auszeichnung der Marke HTC ist daher eher mit dem erfolgreichen Wandel von einem Zulieferbetrieb zu einer eigenständigen High-Tech-Marke zu erklären, als mit der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklung. Zuletzt sorgte HTC mit einer Gewinnwarnung für Schlagzeilen.

Internet stellt besondere Anforderungen an Marken

Die Bedeutung des Internet spiegelte sich aber nicht nur in den Namen der Ausgezeichneten wieder. Auch bei ganz klassischen Marken stellt das digitale Zeitalter neue Herausforderungen an die Markenführung. In seiner Eröffnungsrede wies der ehemalige Außenministers Joschka Fischer die 600 geladenen Gäste insbesondere auf die Bedeutung von Nachhaltigkeit hin. In den sozialen Netzwerken werden Debatten inzwischen international geführt und entwickeln eine solche Schlagkraft, dass es sich kaum ein Unternehmen leisten können, diese kritische Öffentlichkeit zu ignorieren. Höchst unterhaltsam moderiert wurde die Preisverleihung von der Entertainment-Ikone Harald Schmidt. Für musikalisch Unterhaltung sorgte im Bayerischen Hof außerdem das ehemalige Spice-Girl Melanie C, bevor Auma Obama, die Schwester des US-Präsidenten Barack Obama, den prominenten Gästen ihre Kinderhilfsstiftung Sauti Kuu vorstellen konnte.

Die Gewinner

Der Automobilhersteller BMW hat sich in der Kategorie Beste Unternehmensmarke International den ersten Platz sichern können – vor den ebenfalls aus dem Automobilbereich stammenden Marken Audi (Platz 2) und Volkswagen (Platz 3). Die Kategorie wurde in diesem Jahr erstmals auf internationaler Ebene untersucht, wobei die Reputation heimischer Unternehmen in Deutschland sowie in den wichtigsten Exportländern der fünf bedeutendsten Wirtschaftsräume Nordamerika, Lateinamerika, Europa, Russland und Asien gemessen wurde. 

In der Kategorie Beste Produktmarke gewann Apple. Die Marke ist damit in dieser Kategorie von Null auf Platz Eins eingestiegen, so, wie im vergangenen Jahr in der Kategorie "Beste Wachstumsmarke", in der sie in diesem Jahr den 3. Platz belegt. Hinter Apple folgen die Marken Nivea (Platz 2) und Miele (Platz 3), die bereits in den vergangenen beiden Jahren den 2. (Miele) und 3. Platz (Nivea) belegten.
Ebenfalls von Null auf Platz Eins und erstmals mit einem best brands Award ausgezeichnet wurde in diesem Jahr HTC. Die Handymarke konnte die Kategorie Beste Wachstumsmarke für sich entscheiden. Ganz neu im best brands Ranking präsentiert sich auf Platz 2 die Marke Aperol. Apple, der Vorjahressieger dieser Kategorie, belegt dieses Mal den dritten Platz.

Die diesjährige Sonderkategorie Beste Entscheidermarke im Bereich Händlermarke Non-Food führt Amazon an. Das Internet-Versandhaus konnte sich gegenüber der Drogeriemarktkette dm (Platz 2) und dem Möbelhaus Ikea (Platz 3) durchsetzen. 

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