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Axel Springer nutzt RTB-Rechnologie von Google

Zusammenarbeit in der Vermarktung Axel Springer nutzt RTB-Technologie von Google

So ändern sich die Zeiten: Noch im Sommer waren Axel Springer und Google erbitterte Gegner im Kampf um das Leistungsschutzrecht. Heute kündigten die beiden Unternehmen eine "enge Zusammenarbeit"  in der Echtzeit-Vermarktung der Verlagsseiten an.

Im Dezember 2012 hatte Axel-Springer-Manager Christoph Keese Google im Streit um das Leistungsschutzrecht noch als "eine Art Taliban" bezeichnet. Ende Juli 2013 hatte dann auch der Axel Springer-Verlag sein Einverständnis gegeben, seine Beiträge weiterhin auf Google News zeigen zu lassen. Und jetzt wollen das Medienhaus und der Internetkonzern sogar eng zusammenarbeiten - und zwar in der automatisierten Vermarktung von digitalen Werbeflächen, dem sogenannten Real-Time-Bidding (RTB).

Im Klartext heißt das: Axel Springer Media Impact wird ab 2014 Teile seines Portfolios über die Google-Plattform Doubleclick AdExchange in Echtzeit vermarkten. Von Google zugelieferte Display- und Textanzeigen sollen die Monetarisierung dieser Seiten mit unterstützen. Die Kooperation soll nicht das gesamte Inventar umfassen, sondern vermutlich nur jene Bereiche, die sonst unverkauft blieben.

Für Google ist die Zusammenarbeit mit Springer nur ein Anfang: "Wir sind zuversichtlich, dass dieser Partnerschaft weitere mit anderen Medienhäusern folgen werden", sagte Philipp Justus, Managing Director von Google in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Real-Time-Bidding legt in Deutschland weiter zu: Im Juni dieses Jahres kamen 34 Prozent der gesamten Umsätze, die auf dem Online-Werbemarktplatz adscale erzielt wurden, aus dem automatisierten Echtzeithandel.

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