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Add-on gegen Targeting Adblock Plus erweitert Anti-Tracking-Tool

Spuren überall

Shutterstock.com/LongQuattro

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Der Werbeblocker Adblock Plus hat den Tracking-Filter seiner Software überarbeitet und unterdrückt inzwischen doppelt so viele Elemente wie noch vor einem Jahr.

Adblock Plus ist vor allem dafür bekannt, Werbeanzeigen beim Surfen im Internet zu blockieren. Das Add-on ist Open Source-basiert und setzt auf freiwillige Unterstützer, die Filterlisten pflegen und dadurch helfen, neue Anzeigenformate oder Auslieferungsmethoden von Werbeformen zu unterdrücken. Eine dieser Listen ist die "EasyPrivacy"-Liste. Sie blockiert Tracking-Tools wie Cookies, Skripte oder Zählpixel, die auf Webseiten im Hintergrund mitlaufen und das Surfverhalten analysieren. Anfang 2013 hatte die Liste 4.200 Filtereinträge, inzwischen hat sich die Zahl mit 8.600 Filtereinträgen bereits mehr als verdoppelt.

Die Firma Eyeo, die den Adblocker betreibt, steht allerdings auch selbst in der Kritik. Hintergrund ist die Praxis, die Werbung einiger Firmen trotzdem anzuzeigen - gegen Bezahlung. Neben Google gehören zu den zahlenden Firmen auch andere Branchengrößen wie Amazon und Yahoo. Angeblich nimmt Eyeo allein durch Google 25 Millionen US-Dollar ein, weil es dessen Anzeigen nicht ausfiltert.

Das bringt dem Unternehmen nun neben der Verärgerung vieler Nutzer auch juristischen Ärger ein. Mehrere große deutsche Online-Vermarkter bereiten eine Klage gegen das Geschäftsmodell vor. Zu den Klägern gehören demnach Axel Springer Media Impact, SevenOne Media und der RTL-Vermarkter IP Deutschland.

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