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Microsoft steigert Umsatz und Gewinn

Microsoft steigert Umsatz und Gewinn Abschreibungen wegen Tablet-Flop

Tablet-PC Surface

Tablet-PC Surface

Die sinkenden Absatzzahlen für Computer machen Microsoft zu schaffen - zumal das eigene Tablet Surface ein Flop ist. Das zeigt sich nun auch in der Bilanz: 900 US-Dollar hat der IT-Konzern wegen schlechter Verkaufszahlen abgeschrieben. Dennoch konnte Microsoft Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal steigern. Nach wie vor ein Sorgenkind bleibt allerdings der Online-Bereich.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013, das am 30. Juni 2013 zu Ende ging, hat Microsoft den Umsatz um zehn Prozent auf 19,9 Milliarden US-Dollar gesteigert. Der Gewinn betrug knapp 5,0 Milliarden US-Dollar, im Vorjahresquartal hatte der Konzern 292 Millionen US-Dollar Verlust gemacht. Die Bilanz fürs Gesamtjahr fiel mit 77,8 Milliarden US-Dollar Umsatz (plus sechs Prozent) und 21,9 Milliarden US-Dollar Gewinn (plus 28 Prozent) ebenfalls positiv aus.

Gescheitert ist der Konzern mit dem Versuch, sich erfolgreich auf dem Tablet-Markt zu positionieren: Auf Grund niedriger Verkaufszahlen für den Flachrechner Surface, der im Oktober 2012 herausgebracht wurde, schreibt Microsoft 900 Millionen US-Dollar ab. Der Preis für das Gerät wurde vor wenigen Tagen reduziert.

Das Segment Online Services, unter das auch die Einnahmen aus dem Werbegeschäft fallen, erzielte in den vergangenen drei Monaten einen Umsatz von 804 Millionen US-Dollar, das entspricht einem Anstieg von neun Prozent. Im Geschäftsjahr 2012/2013 lag der Umsatz bei 3,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von zwölf Prozent. Die Sparte machte - wie auch im Vorjahreszeitraum - Verlust: Im vergangenen Quartal waren es 372 Millionen US-Dollar, deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum mit 6,7 Milliarden US-Dollar. Für das Geschäftsjahr betrug der Verlust 1,3 Milliarden US-Dollar (Geschäftsjahr 2011/2012: 8,1 Milliarden US-Dollar).

Umstrukturierung des Konzerns

"Unsere Quartalsergebnisse waren durch den Rückgang im PC-Markt beeinträchtigt, wir sehen jedoch starke Nachfrage für unsere Geschäftskunden- und Cloud-Lösungen", erklärte Finanzchefin Amy Hood. "Es liegt noch viel Arbeit vor uns, doch wir tätigen die nötigen Investitionen, um langfristige Wachstumschancen zu ergreifen."

Microsoft stellt sich derzeit neu auf - und beschränkt die Macht der einzelnen Bereiche: "One Microsoft" - unter diesem Schlagwort fasst Microsoft-CEO Steve Ballmer die weitreichenden organisatorischen Änderungen bei dem Softwarehersteller zusammen. "Wir befinden uns in einer Ära des Immer-online-Seins, die neue Verheißungen mit sich bringt, was Technologie zum Leben der Menschen und Unternehmen weltweit beitragen kann." Da die Kunden sich ein einheitliches Nutzererlebnis über alle Endgeräte hinweg wünschten, sollten auch die Produkte und Services von Microsoft einheitlich auftreten. "Wir werden unsere Produkte als ganzheitliches Sortiment sehen, nicht als Inseln."

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