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"Nie wieder ...!" Was wir 2013 sicher nicht mehr hören wollen

2012 war unterm Strich kein schlechtes Jahr für die Online-Branche. Trotzdem gab es natürlich ein paar Themen, von denen wir im neuen Jahr gewiss nichts mehr hören wollen. Wir haben für Sie die schlimmsten Anti-Trends, die schönsten Lügen und die größten Fehler des vergangenen Jahres gesammelt.

Die Online-Branche entwickelt sich im Eiltempo. Das ist nicht immer angenehm, hat aber auch seine guten Seiten: Die vielen sinnlosen Hypes, die regelmäßig über die Internet-Welt hereinbrechen, gehen wenigstens auch schnell wieder vorüber. Andererseits bleiben immer auch ein paar wichtige Themen übrig, die dringend eine Lösung, Korrektur oder Verbesserung erfahren müssten - und zwar schon längst!

Wir haben sieben Experten befragt, von welchem Trend oder Problem sie sich für das kommende Jahr vor allem eines wünschen: Nichts mehr davon zu hören!

  • Thomas Port (SevenOne Media): "Die Googlesche Blackbox ist intransparent und unseriös"
  • Matthias Postel (iCompetence): "Die Customer-Journey-Diskussion dreht sich im Kreis"
  • Oliver Busch (Spree7): "Selbstzufriedenheit macht angreifbar"
  • Daniel Neuhaus (xplosion interactive): "Es fehlt ein Commitment zu RTB"
  • Thomas Servatius (Adternity): "Dogmatische Datenschutz-Diskussion"
  • Nico Pliquett (socialBench): "Alarm um Shitstorms, die zwei Tage dauern"
  • Thomas Junk (demodern): "Dubstep zu den unpassendsten Gelegenheiten"

Thomas Port: "Die Googlesche Blackbox ist intransparent und unseriös"

Thomas Port, Geschäftsführer SevenOne Media, auf die Frage:

Was hat genervt?

"Der Google Active GRP. Bewegtbild-Ads erfüllen eine andere Funktion und erzielen eine andere Werbewirkung als statische Display-Ads. Ein statisches Display-Ad wird durch einen Active GRP nicht zu einer anderen Werbeform. Hinzu kommt: DieHerkunft der Google-Daten sowie die Abwicklung der Kampagnen sind nach wie vor kaum transparent. Die Marketing-Währung aus der Googleschen Blackbox ist intransparent und unseriös."

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  • Matthias Postel (iCompetence): "Die Customer-Journey-Diskussion dreht sich im Kreis"
  • Oliver Busch (Spree7): "Selbstzufriedenheit macht angreifbar"
  • Daniel Neuhaus (xplosion interactive): "Es fehlt ein Commitment zu RTB"
  • Thomas Servatius (Adternity): "Dogmatische Datenschutz-Diskussion"
  • Nico Pliquett (socialBench): "Alarm um Shitstorms, die zwei Tage dauern"
  • Thomas Junk (demodern): "Dubstep zu den unpassendsten Gelegenheiten"

Matthias Postel: "Die Customer-Journey-Diskussion dreht sich im Kreis"

Matthias Postel, Geschäftsführer iCompetence, auf die Frage:

Was ist derzeit total überbewertet?

"Die Customer Journey war 2011/2012 ein Thema, um das man nicht herum kam. Und doch war immer nur die Online Customer Journey gemeint. Sicher ist eine Customer Journey interessant, aber eben nur ein kleiner Bereich der Touchpoints und so sehr unvollständig. Solange Offline nicht mitgedacht wird, dreht sich hier die Diskussion im Kreis. 

Und ja, Big Data kommt, ist wichtig, wird Probleme und Chancen bringen. Was aber soll ein Unternehmen mit der großen Datenmenge, wenn es keine vernünftige Online Marketing Strategie hat und so bislang noch nicht einmal die wenigen Daten nutzt, über die es durch die Webanalyse bereits verfügt?"

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  • Thomas Junk (demodern): "Dubstep zu den unpassendsten Gelegenheiten"

Oliver Busch: "Selbstzufriedenheit macht angreifbar"

Oliver Busch, Geschäftsführer von Spree7, auf die Frage:

Was hat genervt?

"Die Adaption neuer Technologien ist eine Mentalitätsfrage. Dass die USA und UK Innovationen vorantreiben und schneller übernehmen als wir, lässt sich verschmerzen. Mit unserer Gründlichkeit brauchten wir uns bislang nicht verstecken – haben wir doch im Premium-Displaymarketing in der letzten Dekade gerade hierzulande Zeichen gesetzt. Doch Selbstzufriedenheit macht angreifbar. Diese Trägheit starrer Strukturen überrascht mich: Das Land der Erfinder sollte sich nicht gegen den Fortschritt stemmen. Wir sind nicht die Plattenindustrie und Echtzeitmarketing nicht das neue MP3."

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Daniel Neuhaus: "Es fehlt ein Commitment zu RTB"

Daniel Neuhaus, Geschäftsführer xplosion interactive, auf die Frage:

Was hat genervt?

"Was mir belang fehlt, ist ein echtes Commitment der Branche zu Real-Time-Bidding. RTB ist eine kleine Revolution im Online-Marketing: Werbetreibende buchen nicht mehr ausschließlich nach Umfeldern, sondern erhalten die Möglichkeit gezielt Nutzer in der für sie relevanten Zielgruppe anzusprechen. Das eröffnet auch im Retargeting vollkommen neue Möglichkeiten."

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Thomas Servatius: "Dogmatische Datenschutz-Diskussion"

Thomas Servatius, CEO Adternity, auf die Frage:

Was hat 2012 genervt?

"Genervt hat eine teilweise arg dogmatische Datenschutz-Diskussion. Mit der jetzigen Stoßrichtung werden die neuen Regelungen vor allem den großen amerikanischen Playern helfen, die die größten Chancen auf einen User-Opt-In haben. Die derzeitigen rechtlichen Unsicherheiten sind eine Herausforderung für die gesamte Branche."

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Nico Pliquett: "Alarm um Shitstorms, die zwei Tage dauern"

Nico Pliquett, Geschäftsführer socialBench, auf die Frage:

Was hat 2012 genervt? Was war beeindruckend?

"Der große Alarm um Shitstorms auf Facebook, länger als zwei Tage gingen sie nie und waren auch so schnell verschwunden wie sie gekommen sind. Beeindruckend war der Trubel um Felix Baumgartner. Eine geniale Marketingaktion, die Menschen auf der ganzen Welt vor den Computer gebracht und begeistert hat."

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Thomas Junk: "Dubstep zu den unpassendsten Gelegenheiten"

Thomas Junk, Creative Director und Managing Partner bei demodern, Digital Design Studio, auf die Frage:

Was hat genervt? Was war überraschend? Was beeindruckend?

"Nervig war die 2012 massiv spürbare Dubstep-Untermalung zu den unpassendsten Gelegenheiten. Sehr beeindruckt hat mich nachhaltig der Siegeszug der Tablets und den damit verbundenen Aufschwung des Einsatzes von HTML5. Nicht nur, dass man sich wieder Gedanken über die unterschiedlichen Geräte macht, auf denen ein Inhalt betrachtet wird, auch die inhaltliche Nutzung der verfügbaren Fläche spielt wieder eine große Rolle und das zum Glück nicht nur im Design.

Perspektivisch glaube ich, dass wir uns 2013 darauf freuen, dass viele vormals noch als experimentell anzusehenden Technologien ihren Weg in die Konsumentenwelt finden werden. Ich freue mich z.B. schon sehr auf echte Projekte mit den Möglichkeiten von WebGL."

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