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Paul Mudter Geschäftsführer bei IP Deutschland

Interview Display-Advertising ist nicht am Ende

Paul Mudter: Geschäftsleiter Interactive bei IP Deutschland sowie Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises (OVK)

OVK

Paul Mudter: Geschäftsleiter Interactive bei IP Deutschland sowie Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises (OVK)

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Miese Klickraten, Adblocker, Banner-Blindheit. Ist Display-Advertising am Ende? INTERNET WORLD Business sprach mit Paul Mudter über die vorherrschende Situation auf dem aktuellen Markt.

Sind klassische Banner am Ende?

Paul Mudter: Das ist im Moment ein Stimmungsbild, das sich hauptsächlich in der Fachpresse verbreitet. Ich halte das für wenig qualifiziert und kann der These überhaupt nicht zustimmen. Ich glaube, dass die Diskussionen, die grundsätzlich zu Recht im Markt geführt werden, komplett falsch eingeordnet und interpretiert werden.

Wie sieht es dann tatsächlich aus?

Mudter: Display-Werbung hat in diesem Jahr ein Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro netto erreicht, das ist eine simple Tatsache. Dort von Rezension oder von Sterben zu reden, ist ­also einfach falsch. Das Gleiche gilt in Bezug auf die Wachstumszahlen. Ja, der OVK hat ein bisschen korrigiert. Dennoch reden wir immer noch über ein Nettowachstum von fast 7 Prozent. Wenn das die Krise ist, kann ich mit dieser Krise erst einmal gut leben.

Wie beeinflusst Native Advertsing den Display-Markt?

Mudter: Die neuen Online-Kommunikationsformen, sei es nun Native, ­Social, Mobile oder Bewegtbild, ersetzen nicht das, was wir bisher gemacht haben. Sie ergänzen sie. Genauso wenig ersetzt auch Online die Kanäle Print oder TV. Tatsächlich sind die Trends auch positiv für die Online-Werbung, denn sie wird so nur attraktiver.

Und was ist mit RTA?

Mudter: Wenn man nicht nur nach Kontaktmaximierung geht, sondern auch qualitative Merkmale berücksichtigt, muss der automatisierte Werbehandel keine Gefahr sein. Er wird dann sogar die Online-Werbung insgesamt vorantreiben.

Finden Sie weitere Informationen unter: Ist Display-Advertising noch zeitgemäß?

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