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Anti-Adblock - Pro-Paywall Business Insider testet Paywall und Whitelisting

Shutterstock.com/Melpomene
Shutterstock.com/Melpomene

Branchenblog Business Insider tritt in die Fußstapfen der Bild-Zeitung. Ähnlich wie das Boulevardblatt will die Springer-Tochter eine Paywall einrichten und die Nutzung von Adblockern einschränken.

Nicht nur mit Abos, auch mit Werbung will Business Insider sich monetarisieren. Letzteres wird unter anderem von Adblock-Software erschwert. Doch Business Insider folgt hier dem Beispiel seiner Schwesterfirma: Ähnlich wie die Bild-Zeitung experimentiert jetzt Business Insider mit einer Paywall und testet das Aushebeln von Adblockern.

Nach Informationen von AdAge will Business Insider noch diese Woche mit dem Test seines zweigleisigen Monetarisierungsmodells beginnen. Dabei wird einigen Lesern des Blogs die Aufforderung Abonnent zu werden eingeblendet. Der Testmonat soll mit einem US-Dollar zu Buche schlagen; für die Fortführung des Abos in den Folgemonaten müssen die Nutzer 9,95 US-Dollar berappen. Im Gegenzug gibt es dafür keine Display-Werbung, lediglich Markeninhalte.

Anti-Adblocker-Ansatz

Interessanter ist jedoch der Anti-Adblocker-Ansatz von Business Insider: Wie die Bild-Zeitung bereits vorgemacht hat, will auch Business Insider seine Leser zum Abschalten ihrer Adblock-Software bewegen. Nutzer, bei denen Adblocker erkannt werden, müssen sich zwischen einem kostenpflichtigen Abo und dem Whitelisting von Business Insider entscheiden, wenn sie auf die Inhalte des Portals zugreifen wollen.   

Der Test soll über die Länge von drei Monaten durchgeführt werden.

Trotz seines Feldzuges gegen Adblocker hat der Axel-Springer-Verlag übrigens in die Software-Firma Zenguard investiert, die eine Firewall für den Chrome-Browser entwickelt. Im Oktober 2015 hatte der Springer-Verlag Adblocker-User von dem kostenlosen Zugriff auf das Onlineportal Bild.de abgeschnitten.

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