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Kleiderstange
Logistik 16.05.2022
Logistik 16.05.2022

Textil Schuhe Lederwaren Händlerumfrage: Kaum Chancen, unterbliebene Umsätze noch aufzuholen

37 Prozent der Händler berichten in der aktuellen BTE-Umfrage, dass ihnen Frühjahr-/Sommer-Ware im einstelligen prozentualen Mengenbereich fehlt.

Shutterstock/Retan

37 Prozent der Händler berichten in der aktuellen BTE-Umfrage, dass ihnen Frühjahr-/Sommer-Ware im einstelligen prozentualen Mengenbereich fehlt.

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Laut einer Umfrage des Handelsverbands Textil Schuhe Lederwaren kommt es bei der Mehrzahl der deutschen Händler derzeit zu Lieferverzögerungen und -ausfällen bei der aktuellen Ware. Die meisten sind zudem skeptisch, die unterbliebenen Umsätze noch aufzuholen.

Die Lage in den weltweiten Lieferketten ist seit Beginn der Corona-Pandemie prekär, und die Probleme halten derzeit immer noch an. So berichten aktuell nur fünf Prozent der Händler, die bei einer aktuellen Umfrage des Handelsverbands Textil Schuhe Lederwaren (BTE) teilgenommen haben, dass sie keine oder nur minimale Probleme bei Warenlieferungen haben.

Dahingegen beklagen 37 Prozent der Händler, dass ihnen Ware im einstelligen prozentualen Mengenbereich fehlt, bei weiteren 37 Prozent liegen die Ausfälle und Verzögerungen sogar bei 10 bis 20 Prozent. 21 Prozent der Händler berichten, dass bei ihnen mehr als 20 Prozent der Frühjahrs-/Sommer-Ware verspätet oder noch gar nicht angeliefert worden sei.

Schmerzliche Umsatzeinbußen

Aufgrund dieser Situation befürchten die befragten Händler künftig schmerzliche Umsatzeinbußen. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer meint, mindestens 10 bis 20 Prozent weniger einzunehmen, fünf Prozent unter ihnen gehen sogar von 20 Prozent Mindereinnahmen aus. 43 Prozent der Textil- und Outfithändler schätzen, dass sie bereits Einnahmen im einstelligen Prozentbereich verloren haben. Lediglich 18 Prozent der Händler berichten von keinerlei oder nur minimalen Einbußen.

Daher sind die meisten Händler auch pessimistisch, was das Aufholen der unterbliebenen Umsätze betrifft: 22 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen hier keinerlei Chancen. Ein Drittel glaubt zumindest, dass bis zur Hälfte der nicht getätigten Umsätze aufzuholen sind. Nur eine Minderheit der Händler hofft, die verlorenen Umsätze zu einem großen Teil (12 Prozent) oder sogar vollständig (17 Prozent) aufholen zu können.

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