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Paketfahrer bringt Pakete zu Kunden
Logistik 05.08.2015
Logistik 05.08.2015

Logistik-Service Parcellab misst die Zustelldauer von Paketen

Shutterstock.com/wavebreakmedia
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Das Münchener Start-up Parcellab tritt an, mehr Transparenz in den Versand zu bringen. Es wertet anhand der Sendungsnummern aus, wie lange die Paketdienstleister für die Zustellung brauchen.

Parcellab überprüft mit Big-Data-Analysen die Laufzeiten von Paketen. Um mehr Transparenz in die Zustellungsabwicklung zu bringen, können Online-Shops die Sendungsnummer der versendeten Pakete an Parcellab übertragen. Der Dienstleister verfolgt dann automatisiert den Prozess der Zustellung. Kommt es zu einer Verzögerung, schlägt das System Alarm. "Online-Händler tun sich häufig schwer damit, nachzuvollziehen, was der Paketdienstleister abrechnet", erklärt Anton Eder, einer der drei Gründer von Parcellab. Sie wissen zwar, wie viele Pakete pro Woche versendet wurden. Die Paketdienstleister rechnen jedoch nach Zustellung ab.

Parcellab informiert den Online-Shop über eine Verzögerung. Der Händler kann dann eine Mail an den Kunden senden und ihm gleichzeitig einen Rabatt oder den kostenfreien Versand bei der nächsten Bestellung anbieten. Der Shop-Betreiber legt die Regeln dafür selbst fest. Parcellab verspricht, dass Online-Shops mit der White-Label-Lösung ihre Versandprobleme identifizieren und ihren Kundendienst verbessern können. Das Münchener Unternehmen erhält keine Kundendaten vom Shop, sondern nur die Sendungsnummern.

Aktuell fokussiert sich Parcellab auf die Märkte Deutschland, Österreich und Schweiz, hat jedoch insgesamt Schnittstellen zur Sendungsverfolgung von 270 Paketdienstleistern weltweit. In Deutschland greift Parcellab per Schnittstelle auf das Paket-Tracking von DHL, Hermes, DPD, UPS und GLS zu.

Die Kosten für den Service sind gestaffelt. Die Überwachachung kostet für die ersten 500 Sendungen 9 Cent pro Sendung, 7 Cent pro Sendung für die Überwachung von 500 bis 5.000 Pakete und ab 5.000 Sendungen 5 Cent pro Sendung.

Der Dienst von Parcellab ist noch sehr neu. Das System muss erst noch mit Daten "gefüttert" werden, um zu lernen, wie lange die einzelnen Paketdienstleister im Schnitt für die Zustellung brauchen. Doch sobald ausreichend Werte vorliegen, kann Parcellab auch dazu genutzt werden, zu überprüfen, ob Paketdienstleister ihre Servicekonditionen einhalten. Oder um den Versanddienstleister auszuwählen, der für eine bestimmte Strecke am schnellsten oder zuverlässigsten liefert.

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