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Logistik 09.02.2022
Logistik 09.02.2022

Mangels Nachfrage Hermes und DPD beerdigen ParcelLock

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Hermes und DPD werden im Laufe dieses Jahres ihr Joint Venture ParcelLock einstellen. Die Nachfrage nach den anbieteroffenen Paketboxen blieb hinter den Erwartungen zurück, so die Begründung. ParcelLock war 2016 in den Markt eingeführt worden.

Die Geschäftsführungen von Hermes und DPD haben beschlossen, die Aktivitäten des auf IT-Lösungen für Locker-Systeme spezialisierten Unternehmens ParcelLock nicht weiterzuführen - wie es in der Pressemitteilung heißt, aus strategischen Gründen. Die operativen Tätigkeiten von ParcelLock sollen im Laufe dieses Jahres sukzessive zurückgefahren und beendet werden.

Das universell nutzbare Schließsystem ParcelLock, ein Gemeinschaftsunternehmen der Paketdienste DPD und Hermes, wurde im Jahr 2016 offiziell in den Markt eingeführt. Seitdem wurden die anbieteroffenen Locker-Systeme in Mehr- und Einfamilienhäusern integriert oder beispielsweise im Zuge des Pilotprojektes HamburgBox, welches Ende Februar 2022 ausläuft, an ÖPNV-Haltestellen erprobt.

Insgesamt konnten unterschiedliche Use-Cases getestet und zahlreiche Erkenntnisse im Lockerbereich gesammelt werden. Erkenntnis dabei: Zwar wurde die Grundidee eines offenen Systems von den Nutzern als verbraucherfreundlich empfunden, da dieser Service die Möglichkeit bietet, die Angebote von Online- und Stationär-Handel gleichermaßen in Anspruch zu nehmen und dabei nicht nur auf einen einzigen Transportdienstleister beschränkt zu sein.

Nutzerzahlen blieben hinter den Erwartungen zurück

Gleichzeitig blieben sowohl die Nutzerzahlen wie auch die Marktentwicklung des ParcelLock-Projekts insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Die erfolgreiche Entwicklung des anbieterneutralen ParcelLock-Systems mündete bis dato nicht in einer ausreichenden Flächenabdeckung, für die das Joint Venture auf kooperierende Hersteller und Vertriebspartner angewiesen war.

Jetzt soll der Schlussstrich gezogen werden. In den kommenden Monaten wird das Geschäft von ParcelLock sukzessive zurückgefahren. Die beiden Gesellschafter halten jeweils einen Anteil von 50 Prozent an dem Technologieunternehmen. Diese Beteiligungen werden im Zuge des nun angelaufenen Abwicklungsprozesses und der damit einhergehenden Schließung der ParcelLock GmbH aufgegeben.

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