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Chinesische Flagge mit Einkaufskorb
Logistik
25.01.2022
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25.01.2022

1. Februar Chinesisches Neujahr: Welche Herausforderungen auf die globale Logistik zukommen

shutterstock.com/Blablo101
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Das chinesische Neujahrsfest am 1. Februar wird eine enorme Auswirkung auf die globale Wirtschaft haben, die von den in China produzierten Waren abhängig ist. Wie beeinflusst all das die Logistik?

Von Jeroen Gehlen, Mitgründer von Wuunder, einer Online-Transportmanagement-Plattform

Am 1. Februar beginnt in China ein neues Mondjahr, das Jahr des Tigers. Über 1,4 Milliarden Menschen feiern dann das Neujahrsfest "Chunjie". Die Feierlichkeiten werden eine enorme Auswirkung auf die globale Wirtschaft haben, die von den in China produzierten Waren abhängig ist. Dazu kommt: Familientreffen und Reisen führen höchstwahrscheinlich zu erhöhten Infektionszahlen und Arbeitsausfällen. Wie beeinflusst all das die Logistik?

Massenhafte Verzögerungen durch Firmenschließungen und Reisen

Die meisten Menschen in China nehmen für die Feierlichkeiten mindestens eine Woche Urlaub, in der Regel vom 31. Januar bis zum 6. Februar. Viele Firmen schließen jedoch sogar für länger, teilweise bis zu drei Wochen. Das führt in der Produktion und der Logistik jährlich zu Ausfällen und Verzögerungen, deren Ausmaß den Menschen im Westen häufig verborgen bleibt. Chinesische Unternehmen haben nämlich aus der Erfahrung gelernt und treffen Vorkehrungen. Fabriken erhöhen zum Beispiel ihre Produktion, um einen Ausgleich zu schaffen.

Doch seit zwei Jahren sind die Dinge vor dem Hintergrund der Pandemie ein wenig anders: Covid lässt die Kapazitäten von Transport- und Produktionsunternehmen zusätzlich schrumpfen, zeitgleich ist die Nachfrage nach Onlinegütern so hoch wie noch nie.

 

Laut dem Statistischen Bundesamt ist China schon seit fünf Jahren Deutschlands wichtigster Handelspartner: Im Jahr 2020 wurden Waren im Wert von 213,2 Millionen Euro zwischen beiden Ländern gehandelt. Die wirtschaftliche Abhängigkeit Deutschlands von China ist daher enorm. Die Auswirkungen der Schließungen von Fabriken betreffen alle möglichen Güter: Jedes in China produzierte Produkt ist betroffen. Zudem feiern die Menschen mit ihren Familien und sehen mehr Menschen als üblich, reisen dafür vielleicht sogar quer durchs Land. Steigende Infektionszahlen sind daher nicht auszuschließen. Im Endeffekt kann das mehr Quarantänefälle zur Folge haben und Arbeitskräfte von ihren Tätigkeiten fernhalten. Die enge Zusammenarbeit in den Fabriken und in der Logistik kann einen erhöhten Krankenstand verursachen und zu noch größeren Personalproblemen führen.

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