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China-Pakete
Logistik
08.12.2021
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08.12.2021

Keine Normalität in der Logistikbranche in Sicht Chinas Null-Covid-Politik wird sich weiterhin negativ auf Lieferketten auswirken

Shutterstock/Maxx-Studio
Shutterstock/Maxx-Studio

Wer in China produziert, steht auch 2022 vor riesigen Herausforderungen. Logistik-Experte Roland Rohde von Germany Trade & Invest über die Null-Covid-Politik des Landes und den Schienenverkehr als "Nischenangebot".

Bereits seit 20 Jahren ist Roland Rohde für Germany Trade & Invest tätig. In seiner Position als Repräsentant für Hongkong, Süd- und Westchina informiert er vor Ort deutsche Unternehmen über den chinesischen Markt sowie die dortigen Branchen und Projekte. Und hilft diesen zum Beispiel bei folgenden Fragen: Wie findet man Handelsvertreter? Wie sind die Lohn- beziehungsweise Lohnnebenkosten in dem Land gestaltet? Wie ist die Verhandlungspraxis? Sein Schwerpunkt ist die Logistikbranche. Die Berichte werden veröffentlicht und sind mehrheitlich kostenfrei zugänglich. Das Unternehmen, das dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie angehört, arbeitet außerdem eng mit verschiedenen Verbänden zusammen, unter anderem mit dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) oder auch dem BSI.

Im Interview erklärt er, wie lange die Industrie noch mit massiven Einschränkungen in China rechnen muss, und ob der Schienenverkehr die Lösung sein kann, um die stotternde Logistik wieder auf Touren zu bringen.

In einem Beitrag, der am 6. Oktober auf der Website von GTAI veröffentlicht wurde, prognostizierten Sie für China: "Die Logistik bleibt bis weit ins Jahr 2022 schwierig." Was meinen Sie konkret mit "bis weit ..."? Das erste halbe Jahr?

Roland Rohde:
Ja, sicherlich - und Mitte 2022 ist schon optimistisch geschätzt. Es gibt natürlich einerseits die globalen Probleme in der Logistikbranche, die auch China betreffen, und andererseits darüber hinaus noch die China-spezifischen. Das Land verfolgt eine Null-Covid-Politik, und an der will es weiter festhalten. Das heißt, dass auch bei kleinen, nur lokalen Ausbrüchen schwerste Geschütze aufgefahren werden. Zum Teil werden die Container und auch die Flughäfen geschlossen sowie Eisenbahnverbindungen unterbrochen. Stadtteile werden unter lokale Quarantäne gestellt oder Bürger aufgerufen, nicht mehr zu reisen. Vor einem halben Jahr konnte man das noch ungehindert tun. Es ist aktuell nicht davon auszugehen, dass sich die Covid-Situation bessern wird - eher wird sie sich verschlimmern.

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