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Cyber-Kriminalität Millionen Mail-Adressen zum Kauf angeboten

Shutterstock.com/jesadaphorn
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800 Euro für eine Million Adressen - so lautet angeblich das Angebot, mit dem Unbekannte rund 33 Millionen E-Mail-Daten offerieren, auch aus deutschsprachigen Ländern. Droht eine neue Spam-Welle?

Ein großer Anteil stammt aus Deutaschland, Österreich und der Schweiz, und alle sollen zu 100 Prozent gültig sein: Derzeit bieten Unbekannte angeblich 33,3 Millionen E-Mail-Adressen feil. Die Daten stammen offenbar von großen Providern wie GMX, Web.de, Yahoo, Google Mail und Telekom. Das berichtet die Nachrichtenseite Heise Security, die auf Informationstechnik spezialisiert ist. Rund sechs Millionen Adressen von Domains mit der Endung ".de", die nicht von den großen Anbieter kommen, sind wohl im Paket enthalten.

Als Preis werden 800 Euro für eine Million Mail-Adressen genannt. Passwörter für die Konten stehen wohl nicht zum Verkauf, was den Verdacht nahe legt, dass die Käufer die Adressen nutzen könnten, um dorthin Spam zu versenden. Die anonymen Angebote kommen ebenfalls per Mail und beginnen mit dem Satz: "Guten Tag, falls Sie auf der Suche nach neuen E-Mail-Adressen aus Deutschland sind dann sind Sie bei mir genau richtig." Eine solche Anfrage haben mehrere Leser von Heise Security bekommen.

Welche Qualität die Listen tatsächlich haben und ob die Unbekannten überhaupt über sie verfügen, steht bislang nicht fest. Ebenso unklar ist, ob die Adressen in Zusammenhang mit dem Diebstahl von E-Mail-Zugangsdaten vor einigen Wochen stehen. Kriminelle hatten damals 18 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörtern gestohlen.

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