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Brief mit Weihnachtsglöckchen

E-Mail-Marketing Festtags-Kampagnen performen schlechter als reguläre

Shutterstock.com/Feng Yu
Shutterstock.com/Feng Yu

Sind Weihnachtkampagnen wirklich erfolgsversprechender als reguläre? Offenbar nicht - zeigt zumindest der "Festtags-Marketing-Guide" des Experian Marketing Service.

E-Mail-Weihnachtskampagnen erzielen keine besseren Ergebnisse als Kampagnen, die keinen Festtagsbezug haben. Sie verzeichnen sogar zum Teil schlechtere Öffnungs- und Klickraten als herkömmliche Werbe-Mails. Zu diesem Ergebnis kommt der "Festtags-Marketing-Guide" des Experian Marketing Service. Die Daten auf denen die Ergebnisse basieren, stammen aus der Vorweihnachtzeit 2014 von über 1.000 Kunden aus Frankreich, Spanien und Deutschland.

Frankreich sichert sich im Drei-Länder-Vergleich mit 21,34 Prozent die höchste Öffnungsrate von E-Mail-Weihnachtskampagnen. Platz zwei belegt Deutschland mit insgesamt 17,05 Prozent, dicht gefolgt von Spanien mit 16,42 Prozent.

Damit performen Weihnachtskampagnen durchweg schlechter als reguläre E-Mail-Newsletter, die im Zeitraum von September 2014 bis Januar 2015 verschickt wurden. Die Öffnungsrate von normalen Werbe-Mails lag ansonsten während des Erhebungszeitraums in Deutschland im Schnitt bei 19,64 Prozent, die Klickraten bei 4,64 Prozent (Weihnachtskampagnen: 3,63 Prozent) und die Click-to-open-Rate bei 23,61 Prozent (Weihnachtskampagnen: 21,31 Prozent).

Festtags-Marketing-Guide

Experian Marketing Services

Warum E-Mail-Weihnachtskampagnen nicht gut laufen

Die zwei Hauptgründe, warum Weihnachtskampagnen so schlechte Öffnungs- und Klickraten aufweisen, sind laut Experian Marketing Service, die oft fehlende Individualisierung sowie eine unzureichende Zielgruppensegmentierung. Dem "Festtags-Marketing-Guide" zufolge beinhalten nur sechs Prozent des Weihnachts-Werbemails eine individualisierte Betreffzeile, die den Empfänger persönlich adressiert.

Am besten schneidet, was die Klickraten betrifft, die Verlagsbranche mit einer 36 prozentigen Steigerung bei den Weihnachtskampagnen ab. Schlusslicht bildet die Modebranche: Hier werden bis zu sieben Prozent niedrigere Öffnungsraten und sogar bis zu 37 Prozent geringere Klickraten gegenüber anderen Zeiträumern gemessen.

Betreffzeile in allen Ländern gleich

Länder- und branchenübergreifend lauten die Top-Drei der Begriffe in der Betreffzeile: Weihnachten mit 57 Prozent, Geschenk mit 38 Prozent und Gratis mit zwölf Prozent. Prozentual gesehen verzeichnete Frankreich die meisten Weihnachtskampagnen. Hier hatten 49 Prozent aller Newsletter einen Feiertagsbezug. In Spanien waren es 39 Prozent und in Deutschland 35 Prozent.

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