EU-Zahlungsdiensterichtlinie 31.07.2019, 10:24 Uhr

Wie sich Zalando auf die PSD2 vorbereitet

Die PSD2 (Payment Services Directive 2) tritt am 14. September 2019 in Kraft. Händler müssen sich zeitnah entsprechend vorbereiten. Zalando arbeitet dafür mit der Payment-Plattform Adyen zusammen.
(Quelle: shutterstock.com/svetlichniy igor )
Die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 (Payment Services Directive 2) tritt am 14. September 2019 in Kraft und mit ihr die Regelungen zu der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Händler müssen sich dafür zusammen mit ihrem Payment-Anbieter sorgfältig vorbereiten. Auch Zalando muss sich entsprechend rüsten und hat - nach eigenen Angaben als eines der ersten E-Commerce-Unternehmen - die PSD2 nun umgesetzt.
Für Zalando-Kunden ändert sich ab September der Zahlvorgang bei der Kreditkartenzahlung. Neu ist ein zweistufiger Bezahlvorgang. Wenn Kunden online bezahlen möchten, müssen sie ihre Zahlung künftig über zwei verschiedene Faktoren freigeben. Diese könnten beispielsweise ein Passwort und eine TAN oder der eigene Fingerabdruck sein.
Aktuell verifizieren sich Zalando-Kunden durch ihre Kreditkartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfziffern. Das autorisiert sie, die Kreditkarte zu nutzen. Künftig kann zum Beispiel der Fingerabdruck als zusätzlicher biometrischer Authentifizierungsfaktor verwendet wird.
Nachdem Kunden sich für eine Zahlart entschieden und die entsprechenden Informationen hinterlegt haben, werden die Daten ab Herbst verschlüsselt an die Bank des Kunden übermittelt. Dafür arbeitet Zalando mit der Payment-Plattform Adyen zusammen. 

So funktioniert es

Quelle: Zalando
Die Kundin hat ihre Bank-App auf dem Smartphone installiert. Sie surft in der Zalando-App, entscheidet sich zum Kauf und klickt auf den Checkout-Prozess. Die Bank schickt der Kundin dann eine Push-Benachrichtigung über die zusätzliche Authentifizierung der Zahlung.
Mit einem Klick auf die Nachricht gelangt die Kundin zu ihrer Bank-App und wird dort gebeten, die Zahlung mit ihrem Fingerabdruck zu bestätigen.
Quelle: Zalando
Nach erfolgreicher Verifizierung wird sie automatisch zurück zu Zalandos Checkout-Prozess geleitet. Damit ist die Bestellung erfolgreich abgeschlossen.
Quelle: Zalando

Das steckt hinter der PSD2

Die EU-Richtlinie PSD2 betrifft alle digitalen Zahlungsarten. Größere Veränderungen stehen durch die Pflicht zur Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Kreditkartenzahlungen an. Wie die zusätzliche Authentifizierung für den einzelnen Kunden genau aussieht, legt die jeweilige Bank fest. Nach der neuen Richtlinie werden drei Faktorengruppen für die Authentifizierung verwendet. Diese sind: Wissen (etwa Passwort), Besitz zum Beispiel Smartphone oder einmaliges Passwort) und Identität (wie der Fingerabdruck).

Bei jeder Zahlung müssen zwei Faktoren aus verschiedenen Gruppen abgefragt werden. Die zweistufige Verifizierung hilft Kunden, ihre Zahlung bei Online-Einkäufen noch sicherer zu gestalten.



Das könnte Sie auch interessieren