Smartphone-Boom erwartet 28.11.2018, 15:30 Uhr

Unterhaltungselektronik: Branche hofft auf gutes Weihnachtsgeschäft

Smartphones, Fernseher und Co werden dieses Jahr wieder begehrte Weihnachtsgeschenke sein. Die Branche der Unterhaltungselektronik will das Vorjahresniveau mindestens halten.
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Die Branche der Unterhaltungselektronik setzt für ihre Jahresbilanz auf ein kräftiges Weihnachtsgeschäft. Mit einem erwarteten Umsatzvolumen von rund 8,6 Milliarden Euro dürfte das Niveau des Vorjahres gehalten werden, teilte die Branchengesellschaft gfu am Mittwoch mit. "Einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro erwarten wir allein von einem einzigen Tag, dem Cyber Monday", sagte der gfu-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Kamp der dpa.
Das letzte Quartal steht demnach voraussichtlich erneut für rund 30 Prozent des Jahresumsatzes. In den ersten drei Quartalen war er um 8,6 Prozent geschrumpft, vor allem das Geschäft mit TV-Geräten war rückläufig.

Produkte der Telekommunikation am begehrtesten

Für den größten Boom dürften nach Einschätzung von Kamp erneut Produkte der Telekommunikation sorgen. Beim Geschäft mit Smartphones sei "das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht". In den ersten drei Quartalen legte der Absatz aufgrund stabiler Stückzahlen um lediglich 0,9 Prozent zu. Wegen der gestiegenen Durchschnittspreise sei aber dennoch mit einem Wachstum von 13 Prozent zu rechnen, sagte Kamp. "Für ein durchschnittliches Smartphone bezahlt der Kunde heute rund 30 Prozent mehr, als noch vor fünf Jahren."
Ein moderner Flachbild-Fernseher steht laut Kamp heute im Schnitt rund sieben bis acht Jahre als Erstgerät in den Haushalten. In den ersten drei Quartalen sackte der Umsatz um 4,3 Prozentpunkte auf 2,8 Milliarden Euro ab, die Zahl der verkauften Geräte sank um 7,9 Prozent auf knapp 4,6 Millionen Fernseher.
Wachstum verspricht sich die Branche vor allem durch die großformatigen, teureren Geräte. Knapp die Hälfte des Absatzes fahren laut Kamp Bildschirmgrößen über 55 Zoll ein. Große TV-Geräte mit Diagonalen von über 60 Zoll haben demnach einen Anteil von zehn Prozent am Absatz, sind aber für ein Viertel des gesamten Umsatzes verantwortlich.



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