Bitkom-Studie 26.09.2014, 09:30 Uhr

Der Markt für E-Book-Reader legt weiterhin zu

Allen Unkenrufen zum Trotz sollen die Absatzzahlen auf dem deutschen E-Book-Reader-Markt im Jahr 2014 um 12 Prozent zulegen.
(Quelle: Amazon )
So mancher Analyst hatte den klassischen E-Book-Reader schon abgeschrieben - doch trotz der starken Konkurrenz durch Tablets werden die Lesegeräte immer noch nachgefragt. Wie der Bitkom auf Basis aktueller Prognosen meldete, sollen in Deutschland die Absatzzahlen im Jahr 2014 erneut zulegen: allerdings "nur" um moderate 12 Prozent auf 1,23 Millionen Stück. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 waren es 1,09 Millionen verkaufte Geräte, ein Jahr davor 0,68 Millionen (siehe Grafik).
Quelle: GfK/Bitkom
 Der Grund: Trotz eingeschränkter Funktionalität lassen E-Book-Reader gerade bei wichtigen Kategorien wie Akkulaufzeit, Gewicht und Augenfreundlichkeit ihre Muskeln spielen - und können so insbesondere bei solchen Nutzern punkten, die sehr lange am Bildschirm lesen. Wie es weiter hieß, soll auch der Umsatz um sieben Prozent auf 114 Millionen Euro in die Höhe klettern. Der Durchschnittspreis liegt allerdings aktuell bei 94 Euro pro Gerät - und damit vier Euro unter dem Vorjahr. Im kommenden Jahr rechnet der Bitkom dafür mit einem weiteren Absatzwachstum.
Zum Hintergrund: Vorläufer der heutigen E-Book-Reader gab es bereits in den 1990er Jahren. Den kommerziellen Durchbruch schaffte schließlich der US-Konzern Amazon mit seinem Modell Kindle, das im Jahr 2007 in den Vereinigten Staaten eingeführt wurde. In Deutschland kam der Kindle vor fast genau fünf Jahren auf den Markt: am 19. Oktober 2009.
Die jüngste Version des Modells Fire HD, die Amazon im September 2014 vorstellte, gibt es nicht nur in zwei Größen und mit knalligen Farben, sondern auch als Variante für Kinder.

Amazon hat den Kindle Fire HDX 8.9 einer Verjüngungskur unterzogen und spendiert dem Android-Tablet einen neuen Snapdragon 805 Prozessor von Qualcomm mit vier Kernen und einer Taktung von 2.5 GHz.




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