Branchenstudie
06.03.2018, 09:30 Uhr

DIY-Sortimente auf Online-Wachstumskurs

Der Handel mit Do-it-Yourself-Produkten verlagert sich offenbar zunehmend ins Internet. Laut einer Studie lag der Online-Umsatzzuwachs in dem Segment im zweistelligen Bereich, während die Branche allgemein nur marginal zulegen konnte im Vergleich zum Vorjahr.
(Quelle: shutterstock.com/Stock-Asso )
Wie in den vergangenen Jahren bestellten auch 2017 viele Heimwerker und Hobbygärtner ihre Produkte über das Internet und bescherten dem Vertriebskanal damit ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zu den stationären Verkaufswegen. Rund 3,23 Milliarden Euro setzten Online Pure Player, Versandhandel und die stationären Händler vergangenes Jahr im E-Commerce um, ergab eine Studie von Teipel Research & Consulting im Auftrag des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten.
Die Zahlen von 2017 entsprechen einem Wachstum um 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als die E-Commerce-Umsätze 2,81 Milliarden Euro betrugen. Die gesamte Branche konnte dagegen nur um 1,1 Prozent auf 18,45 Milliarden Euro zulegen. Bei den Online-Umsätzen machte das Heimwerkersortiment mit 2,17 Milliarden Euro den deutlich größeren Anteil aus als Produkte aus dem Gartenbereich, die bei 880 Millionen Euro lagen, sowie Baustoffe und -materialien (177 Millionen Euro).
Dominiert wird der Internethandel im Segment Heimwerken, Bauen und Garten von den Pure Playern, die gut die Hälfte (50,6 Prozent) aller E-Commerce-Umsätze der Branche generieren. Der Marktanteil der Bau- und Heimwerkermärkte am Online-Handel betrug 18,7 Prozent. Trotz aller Entwicklungen hin zum Internet: Mit 6,6 Prozent E-Commerce-Anteil am gesamten Marktvolumen des erweiterten DIY-Kernmarkts (rund 49,1 Milliarden Euro), das heißt aller Umsätze der Bau- und Heimwerkermärkte, des Fachhandels, der Kleinbetriebsformate und des Distanzhandels, ist der Anteil im Vergleich zu anderen Branchen noch relativ gering.
Bereits in einem massiven Strukturwandel befindet sich derzeit der Einzelhandel. Nach einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) dürften rund 50.000 Läden zwischen 2015 und 2020 vom Markt verschwinden. Wichtigster Auslöser dafür ist Genth zufolge das Internet.



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