Internationaler Online-Handel 21.04.2016, 12:00 Uhr

15 Prozent der Besucher deutscher Online-Shops kommen aus dem Ausland

15 Prozent der Besucher der 25 größten deutschen Online-Shops stammen aus dem Ausland, so eine Statistik von SimilarWeb. Allerdings ziehen einzelne Exportschlager den allgemeinen Schnitt deutlich nach oben.
(Quelle: Fotolia.com/koya979)
Der Online-Handel wird internationaler: Jeder 7. Besucher, der die Seiten eines deutschen Online-Shops ansurft, kommt aus dem Ausland, jeder zweite internationale Besucher stammt zudem aus nicht-deutschsprachigen Ländern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Social-Commerce-Spezialisten Pepper.com auf Basis der Statistiken des Marktforschungsunternehmens SimiliarWeb.
Demnach stammten knapp 15 Prozent der insgesamt 2,69 Millliarden Visits, die die 25 größten deutschen Online-Shops im 1. Quartal 2016 generierten, aus dem Ausland. Vor allem Österreicher, Schweizer und Franzosen shoppen offenbar gern in Deutschland, aber auch Polen und die Niederlande sind wichtige Auslandsmärkte für deutsche Online-Shops.

Einzelne Exportschlager

Insgesamt schwankt der Bedeutungsgrad der internationalen Einkäuer sehr stark zwischen den einzelnen Top25-Shops. Unangefochtener Spitzenreiter in Sachen internationale Besucher ist das Musikhaus Thomann: Über 70 Prozent der Besucher von Thomann.de kamen im 1. Quartal aus dem Ausland, auf Platz 2 folgt mit einem internationalen Anteil von rund 48 Prozent Dawanda.
Auf den hinteren Plätzen finden sich viele Shops, die vor allem in den deutschen Nachbarländern eigene Dependancen betreiben wie Otto, Bonprix, Tchibo, Mediamarkt, Zalando oder Heine. Amazon.de dagegen verbucht einen internationalen Anteil von 19 Prozent und liegt damit auf Rang 4 - wenig verwunderlich, da Kunden aus Österreich und der Schweiz mangels eigener Länderpräsenzen auf Amazon.de für Bestellungen zurückgreifen müssen. Im Durchschnitt sind die 25 größten deutschen Online-Händler in sieben Ländern mit eigenen Online-Shops vertreten, am häufigsten sind eigenständige Präsenzen in Österreich und Polen.

Internationalität funktioniert in beide Richtungen

Was in die eine Richtung funktioniert, geht aber auch umgekehrt - auch wenn der deutsche Konsument dem hiesigen Markt eher treu bleibt. In der Analyse hat Pepper.com auch den Traffic der jeweils zehn führenden Internet-Händler in 22 weiteren Ländern untersucht, insgesamt 79,4 Milliarden Visits: Demnach entfielen 1,28 Prozent dieses Traffics auf deutsche Besucher. Vor allem der deutsprachige Shop des chinesischen Händlers Aliexpress.com, die US- und UK-Version von Amazon sowie der französische Shopping-Club Vente-Privée stießen dabei auf Interesse aus Deutschland.



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