Frische Lebensmittel 16.10.2019, 09:33 Uhr

Walmart liefert ab sofort direkt in den Kühlschrank

Walmart bietet ab sofort mit seinem "InHome"-Service Kunden die Möglichkeit, sich ihre online georderten Lebensmittel direkt nach Hause in den Kühlschrank liefern zu lassen. Damit zieht Walmart mit dem Lieferangebot von Amazon Fresh gleich.
Zustellung frischer Lebensmittel bis in den Kühlschrank mit Walmart "InHome"
(Quelle: Walmart )
Der Retail-Riese Walmart bietet seinen Kunden einen neuen Service für die Zustellung frischer Lebensmittel, die diese im Netz ordern. Die gewünschten Waren liefert Walmart ab sofort mit "InHome" in drei US-Städten bis in den Kühlschrank der Webshopper, berichtet Cnet.
Damit schließt die Supermarkt-Kette mit Wettbewerber Amazon auf. Denn der Marktplatz-Betreiber bietet mit seinem Amazon Fresh Service die Lieferung von frischen Lebensmitteln direkt in den Haushalt der Online-Shopper bereits seit einigen Jahren an. Mit "Key by Amazon" können die Zusteller die Lebensmittel dank einem fernsteuerbaren Türschloss eigenständig am gewünschten Abstellort hinterlegen - die Hausbesitzer müssen dafür nicht vor Ort sein.

20 US-Dollar im Monat

Das ist auch das Walmart-Konzept: Walmart-Kunden können bei "InHome" entscheiden, ob die Lieferung direkt in die Wohnung oder beispielsweise in die Garage erfolgen soll. Im ersten Monat ist der Service kostenlos. Danach müssen die Webshopper 20 US-Dollar im Monat zusätzlich zu den eigentlichen Warenkosten aufbringen.
Zudem wird ein Smart-Lock-Gerät für rund 50 US-Dollar benötigt, damit die Zusteller Zugang zum Haus haben, auch wenn der Kunde nicht zu Hause ist. Die Installation des Gerätes soll allerdings im Preis inbegriffen sein.
Die Zustellung von frischen Lebensmitteln direkt nach Hause ist zwar derzeit noch ein kleiner aber wachsender Teil des Online-Shoppings. Dementsprechend lohnt es sich für Walmart zum jetzigen Zeitpunkt in diesen Bereich einzusteigen. Der Service ist besonders für die Verbraucher attraktiv, die keine Zeit und Lust haben, auf die Lebensmittellieferung zu einem bestimmten Zeitpunkt zu warten. Außerdem erhofft sich der Retail-Riese, dass die Kunden durch die direkte Lieferung auch Artikel wie Fisch, Schmuck oder sperrige Möbel online ordern.

"Delivery Unlimited"-Programm

Daneben baut Walmart seinen Liefer-Service mit seinem "Delivery Unlimited"-Programm weiter aus. Dabei können sich Kunden regelmäßig frische Lebensmittel zustellen lassen. Statt für die Lieferungen einzeln Gebühren zu verlangen, gibt es unlimitierte Lieferungen gegen eine jährliche Zahlung von 98 US-Dollar respektive 12,95 US-Dollar pro Monat.
Wer sich zweimal im Monat Lebensmittel liefern lässt, hat die Abogebühr damit bereits bezahlt. Derzeit baut Walmart den Dienst auf 1.400 Filialen in den USA aus.

Flipkart steigt in den Lebensmittelhandel ein

Des Weiteren steigt nun der indische Marktplatz Flipkart, der seit 2018 zu Walmart gehört, in den Lebensmittelhandel ein, wie Techcrunch berichtet. Mit diesem Schritt will man mehr Kunden erreichen und eine neue Zielgruppe erschließen. Der neue Geschäftszweig stellt "einen wichtigen Teil unserer Bemühungen dar, die indische Landwirtschaft und die Nahrungsmittelindustrie im Land zu stärken", sagt der Geschäftsführer  von Flipkart.
Rund 258 Millionen US-Dollar sollen in die neue Einheit namens "Flipkart Farmermarket" fließen. Dabei will der Online-Marktplatz die gesamte Wertschöpfungskette angehen und unter anderem mit lokalen Farmern zusammenarbeiten, in Lebensmittelfabriken investieren sowie in die Logistik.



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